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Wermelskirchen
Geldautomat im Foyer des Obi-Baumarktes gesprengt

Wermelskirchen. Es muss ein lohnendes Ziel sein: Gestern Morgen gegen 3 Uhr haben Unbekannte den Geldautomaten der Postbank im Foyer des Obi-Baumarktes am Biberweg gesprengt. Laut Polizei stahlen die Täter die Geldkassetten mit Bargeld. Wie hoch die Beute war, ist nicht bekannt. Am Mittwoch erst war in einem Obi-Baumarkt in Oelde ein Geldautomat gesprengt worden, Anfang Juni der in Remscheid, Ende Mai in Hilden. Die Polizei geht von einer professionell arbeitenden Bande aus, da nicht viel Gas verwendet wurde.

Gegen 3 Uhr schreckte ein Anwohner der Straße Ostringhausen aus dem Schlaf. Er hatte einen lauten Knall von einem in der Nähe befindlichen Baumarktgelände gehört. Die alarmierte Polizei stellte zunächst fest, dass die Zufahrtsschranken zum Gelände geschlossen waren, aber keine freie Sicht auf den Haupteingang bestand, weil verschiedene Papiercontainer, Stühle und Tische entsprechend aufgestellt worden waren. Eine Zugangstüre zum Vorraum des Marktes war herausgebrochen worden und lag der Länge nach im Innenraum. Der im Vorraum befindliche Geldautomat stand offen, die Fächer der Geldkassetten samt Bargeld fehlten. Es lag ein chemischer Brandgeruch in der Luft. Später stellte sich heraus, dass der Automat gesprengt worden war. Der entstandene Schaden rund um den Automaten hielt sich laut Polizei in Grenzen, was auf einen professionellen Umgang mit dem Sprengmittel hindeutet.

Die Täter flüchteten in unbekannte Richtung. Polizeisprecher Peter Raubuch: "Es gibt zurzeit noch keine Hinweise auf einen Fluchtwagen." Die Polizei bittet deshalb um weitere Zeugenhinweise. Nach Lage der Dinge dürften sich die Täter ab etwa 2.30 Uhr auf dem Gelände am Biberweg aufgehalten haben. Denkbar wäre auch, dass der Fluchtwagen im Bereich der BAB-Auffahrt (Wuppertal) stand; dieser Bereich grenzt direkt an das Baumarktgelände.

(tei.-)
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