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Wermelskirchen
Gemeinde lebt von Ehrenamtlern

Wermelskirchen. Unterhalt des Gemeindezentrums in Neuenhaus wird immer schwieriger.

Die finanzielle Lage der Evangelischen Kirchengemeinde Hilgen-Neuenhaus hat sich 2015 zwar verbessert, reicht aber immer noch nicht aus, um das Gemeindezentrum zu unterhalten und das Personal sowie die laufenden Energiekosten zu bezahlen. Die Gemeinde ist weiterhin auf die Spenden ihrer Mitglieder angewiesen. Das machte die Vorsitzende des Presbyteriums, Dorothea Hoffrogge, bei der gestrigen Gemeindeversammlung deutlich.

Circa 6000 Euro standen im Jahr 2015 monatlich zur Verfügung, 2014 waren es um die 3700 Euro. An Spenden kamen über 73.600 Euro zusammen.

Im Topf der Stephanus-Stiftung, die vor sieben Jahren mit dem Ziel gegründet wurde, die Personalkosten finanziell zu unterstützen, befinden sich aktuell 173.100 Euro. Das sind 16.000 Euro mehr als noch vor einem Jahr. "Etwas über 4000 Euro konnten wir schon für die Gemeindearbeit umbuchen", teilte der Vorsitzende des Stiftungsrats, Dr. Volker Groß, mit. Bis das Ziel der Stiftung erreicht werden könne, sei es allerdings noch ein langer Weg. "Ich hoffe immer noch darauf, dass uns jemand sein Erbe vermacht", sagte Groß mit einem Augenzwinkern. Er und die Gemeindemitglieder freuten sich darüber, dass alleine die Musikveranstaltungen im vergangenen Jahr über 6000 Euro einbrachten. Ein besonders großer Applaus wurde Rosi Fischer und Ingrid Furch zuteil, die ihr Ziel, 10.000 Euro mit ihren selbst gemachten Kreationen aus Geschirrhandtüchern einzunehmen, erreichten.

Die Ankunft von Flüchtlingen in den Erstaufnahme-Einrichtungen haben mehrere Wermelskirchener 2015 zum Anlass genommen, sie mit dem Gemeindeleben vertraut zu machen. Cornelia Seng von der Initiative "Willkommen in Wermelskirchen" berichtete bei der gestrigen Versammlung, dass es auch mit der Jobsuche für Flüchtlinge vorangehe. An sich sei es nicht schwer, passende Arbeitsstellen zu finden. Behördenauflagen würden den Jobeinstieg allerdings erschweren.

Die Anzahl der Gemeindemitglieder hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Nach wie vor zählt die Kirchengemeinde Hilgen-Neuenhaus 1047 Mitglieder. Mit Blick auf anstehende Ereignisse sagte Dorothea Hoffrogge: "Ohne Ehrenamtliche geht es nicht", und erinnerte daran, dass noch jemand gesucht wird, der bereit ist, während einer Osterferienaktion Frühstück für 40 bis 50 Kinder zu bereiten.

(rbrt)
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