| 00.00 Uhr

Frauenfrühstück
Gemeinschaftsaktion von drei Gemeinden

Wermelskirchen. Hier fühlt sich jede Besucherin wohl, auch diejenige, die nicht die Kirchenordnung kennt", sagte Brigitte Krause im Gespräch mit der BM. Krause gehört zum "harten Kern" des Frauenfrühstücks in Dabringhausen. Dieses Organisationsteam mit etwa 30 Frauen lädt einmal im Jahr im Namen der evangelischen Kirchengemeinde und der beiden freien evangelischen Gemeinden GZD (Gemeindezentrum Dabringhausen) sowie Forthausen in das evangelische Gemeindehaus ein - mit knapp 70 Besucherinnen war das Frauenfrühstück jetzt wieder sehr gut besucht.

"Das Frühstück ist im Gemeindeleben eine Traditionsveranstaltung. Ich schätze, dass es inzwischen zum 30. Mal stattfindet. Hier können die Frauen in Ruhe frühstücken, es gibt Zeit zum Reden - Nachbarinnen, Bekannte und Freundinnen werden mitgebracht", beschrieb Pfarrerin Elke Mielke. Und weiter: "Toll ist sicherlich, dass es sich um eine gemeinschaftliche Aktion dreier Gemeinde handelt." Das Organisationsteam mache alles eigenständig: Vorbereitung des Frühstücks, Planung der Musik, Auswahl des Vortrags-Themas.

Dieses Jahr waren Christel Hilverkus und Iris Weber mit Gesang und Klavier für die musikalische Begleitung des Frauenfrühstücks zuständig.

Den Vortrag hielt Elke Mielke in ihrer bekannt kurzweiligen, auch mit Humor gespickten Art unter der Überschrift "Typisch - von Schubladen und Vorurteilen".

Besonderes Gelächter rief natürlich eine Aktion der Pfarrerin hervor: Im Rahmen ihres Referates bat sie die Besucherinnen, tischweise Antworten auf die Frage "Was ist typisch weiblich?" zu finden. Ergebnis: Frauen reden mehr, können mehrere Dinge gleichzeitig, verbinden Familien, sind neugierig, gefühlsbetont, mitfühlend, harmoniebedürftig und rechthaberisch.

Elke Mielke in ihrem Vortrag: "Schubladen erleichtern das Leben. Wir sind komplizierte Wesen und deshalb wurden immer schon Persönlichkeitstypen sortiert. Auch Horoskope sind der Versuch, Menschen zu typisieren. Die Gefahr dabei ist, Menschen festzulegen - Schublage zu und fertig!" Aber: "Fertige Bilder sind leblos, sind tot. Eine geschlossene Schublade ist das Ende einer Beziehung." Schubladen führten zu Vorurteilen, welche furchtbar sein könnten. Vorurteile entwickelten ein Eigenleben, dem mit Argumenten nicht beizukommen sei. Nicht nur auf das menschliche Miteinander, sondern auch auf den christlichen Glauben bezog die Pfarrerin ihr Thema: "Wenn wir Gott in eine Schublade stecken, berauben wir uns der besten Erfahrungen!" Stephan Singer

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Frauenfrühstück: Gemeinschaftsaktion von drei Gemeinden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.