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Wermelskirchen
Großer Bahnhof für den neuen Bahnhof

Wermelskirchen. 2,9 Millionen Euro wurden in den Umbau des Busbahnhofes investiert. Elf Linien und der Bürgerbus fahren diesen zentralen Knotenpunkt täglich an. Digital werden Informationen aktualisiert. Von Walter Schubert

"Der neue Busbahnhof ist toll geworden." Da waren sich alle einig, die zur offiziellen Eröffnung am Mittwochmorgen erschienen waren. "Ein großer Bahnhof für den neuen Bahnhof", sagte Landrat Dr. Hermann Josef Tebroke. Vertreter der Stadtverwaltung, des Rheinisch-Bergischen Kreises, der Fördergeber, der Verkehrsbetriebe und der beteiligten Baufirmen waren erschienen.

Fast sechs Jahre hat es seit Planungsbeginn und Antragstellung gedauert. "Insgesamt wurden 2,9 Millionen Euro investiert", sagte Bürgermeister Rainer Bleek in seiner Begrüßung. "Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland stellte Fördermittel von 1,1 Millionen und die Bezirksregierung beteiligte sich mit 660.000 Euro. Der neue Busbahnhof ist Teil des Innenstadtausbaus, die angrenzenden Straßen (Thomas-Mann-, Pfarr- und Bahnhofstraße) werden 2016/2017 fertig gestellt."

Elf Linien und der Bürgerbus fahren den neuen Busbahnhof an. "Es ist nicht nur eine neue Haltestelle, sondern ein Knotenpunkt des ÖPNV (Öffentlicher Personen-Nahverkehr)", sagte Landrat Dr. Tebroke. Eine große Anzeigentafel gibt Auskunft über alle Linien, und sehbehinderte Menschen erhalten diese Informationen auch akustisch auf Knopfdruck.

An den sechs Haltestellen informieren kleinere Anzeigetafeln über die aktuelle Verbindung. Ein überdachter Fahrradstellplatz und eine Ladestation für E-Bikes wurde eingerichtet. Den Schlüssel gibt es gleich nebenan bei "Lotto Toto Duran" gegen zehn Euro Pfand. Vier komplett geschlossene Fahrradboxen, jeweils mit Lademöglichkeit, können angemietet werden. "Einige Anfragen liegen schon vor", sagte Florian Leßke vom Amt für Stadtentwicklung. "Die Monatsmiete beträgt fünf Euro oder pro Jahr 60 Euro. Die Abwicklung erfolgt über das Bürgerbüro im Rathaus."

Auch Brigitte Hallenberg, Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderung, ist vom neuen Busbahnhof begeistert. "Wir waren in die Planung einbezogen, und viele Wünsche sind berücksichtigt worden", sagte sie. Die Toilette in dem blauen Kubus mitten auf dem Platz ist eine High-Tech-Anlage. Behindertengerecht, groß genug für Rollstuhlfahrer, selbstreinigend, und die Bedienelemente sind sogar mit Blindenschrift versehen. Die Benutzung kostet 50 Cent, für Behinderte mit einem "Euroschlüssel" ist es kostenlos. Die Toilette ist von 5 bis 24 Uhr geöffnet.

Helga und Hermann Schröder wohnen in der Nähe des Busbahnhofes. "Jetzt, nach dem Umbau, sieht der Platz viel größer aus", sagten sie. "Wir kommen hier täglich vorbei, haben die Baumaßnahmen erlebt, und jetzt ist es richtig toll geworden." Wie viele andere auch haben sie Befürchtungen und fügen hinzu: "Es ist schön geworden - fragt sich nur, wie lange es gut geht." Die Angst vor Vandalismus ist groß.

Quelle: RP
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