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Ratsbeschluss
Grüne Asche für Sportplatz Pohlhausen

Ratsbeschluss: Grüne Asche für Sportplatz Pohlhausen
Rote Asche weicht grünem Rasen: Tura Pohlhausen hofft, mit dem neuen Belag die Zukunft des Vereins zu sichern. FOTO: Jürgen Moll (Archiv)
Wermelskirchen. Der Rat stellte mit seinem Beschluss die Weichen für die Übernahme der Anlage durch den Verein Tura Pohlhausen. Von Solveig Pudelski

Die staubigen Zeiten auf der roten Asche des Tennenplatzes sollen in Pohlhausen bald vorbei sein. Dazu ist der erste wichtige Schritt getan: Der Rat beschloss die Umwandlung des Sportplatzes Pohlhausen in sogenannte Grüne Asche, wobei der Verein Tura Pohlhausen die Kosten für den neuen Belag sowie für die künftige fachgerechte Unterhaltung in eigener Regie auf eigene Kosten stemmen soll. Gleichzeitig wird die Stadt ihm den Platz inklusive Nebenanlagen für 15 Jahre überlassen. Die Stadt bleibt Eigentümerin des Areals.

Dafür erhält der Verein eine einmalige Ausgleichszahlung für die Übernahme von Pflegeleistungen in Höhe von 150.000 Euro, die einer jährlichen Unterhaltungspauschale in Höhe von 10.000 Euro entspricht. Die anfallende Grundsteuer zahlt die Stadt. Unterm Strich erhofft sich der Verein von der Umwandlung der Anlage deutlich bessere Rahmenbedingungen für sportliche Vereinsaktivitäten.

Noch am Montag beschloss der Vereinsvorstand, einen Projektausschuss zu bilden, der die weitere Planung in die Hand nimmt, berichtet Dirk Hohlmann, Geschäftsführer von Tura Pohlhausen. Der nächste Schritt sei der Nutzungsvertrag mit der Stadt, der im Dezember in trockenen Tüchern sein soll. Über diesen werde dann auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entschieden, anschließend beschließt der Rat, skizziert Hohlmann das Verfahren.

"Wir brauchen jetzt belastbare Zahlen, was die Instandhaltung kostet", so der Sprecher weiter. Mit 7000 bis 10.000 Euro jährlich müsse der Verein wohl kalkulieren. Er setze aber darauf, dass Mitglieder Eigenleistungen einbringen, wobei es sich allerdings nur um kleinere Arbeiten handeln werde.

Grüne Asche bedeutet in Kurzform: Es wird ein spezieller Grassamen auf einem gedüngten Aschenplatz eingesät. So entsteht ein Rasenplatz, der im Gegensatz zu den erdigen Rasenspielfeldern einen festen Untergrund hat. Der Belag ist keineswegs pflegearm. "Auch er muss regelmäßig gemäht und bei Trockenheit intensiv gewässert werden", erklärt Hohlmann. Der Verein erwäge, einen Brunnen mit einer automatischen Bewässerungsanlage bauen zu lassen. "Es gibt eine Quelle, die wir dafür nutzen können", so der Tura-Geschäftsführer. Das würde immerhin die laufenden Kosten für Wasser senken. Es liege bereits ein Angebot eines Brunnenbauers vor.

Der Verein Tura Pohlhausen hat sich viel vorgenommen: 50.000 Euro möchte er in das Projekt einbringen, 10.000 Euro hat er schon zusammenbekommen. Um das Gros des Eigenanteils zu erreichen, muss er also noch fleißig Akquise betreiben und Aktionen wie Benefizspiele initiieren. Das Skatturnier am Wochenende ist ein Beispiel dafür, wie sich die Kasse nach und nach füllen soll. Es sollen Sponsoren gewonnen werden. Spendenaufrufe und Patenschaften seien weitere Bausteine: Wer den Verein unterstützen möchte, kauft symbolisch Teile des Platzes, der in verschiedene Felder aufgeteilt ist.

www.tura-pohlhausen.org

Quelle: RP
 
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