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Wermelskirchen
Grundschule Ost verpackt in 450 Kartons

Wermelskirchen: Grundschule Ost verpackt in 450 Kartons
Bereit für den lang ersehnten Umzug der Grundschule Ost: Dagmar Strehlow-Toussaint (l.) und Nadine Marquardt. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Wermelskirchen. Seit gestern läuft der Umzug der Schule an ihren neuen Standort Am Vogelsang. Zunächst müssen Kartons und Möbel der OGS in die neue Waldschule transportiert werden. Die knapp 150 Kinder freuen sich riesig auf ihr neues Domizil. Von Sebastian Radermacher

Zeit für eine kurze Mittagspause: Dagmar Strehlow-Toussaint sitzt im Lehrerzimmer, trinkt eine Tasse Kaffee und isst ein Brötchen. Viel Zeit zum Ausruhen hat die Leiterin der Grundschule Ost nicht, denn kurze Zeit später kehren die Mitarbeiter der Firma Müller zurück, packen die nächsten Kartons in die Lastwagen und transportieren sie zum Vogelsang. Seit gestern läuft der Umzug der Grundschule an ihren neuen Standort, der Waldschule Am Vogelsang. Bis Ende dieser Woche sollen alle 450 Kartons im neuen Gebäude verteilt und ausgepackt werden. Ein ambitionierter Zeitplan. "Ich bin aber relativ entspannt, es ist ja nicht unser erster Umzug. Und wenn nächsten Montag noch ein paar Kartons nicht ausgepackt sind, ist das auch nicht schlimm", sagt Dagmar Strehlow-Toussaint. Die Zusammenarbeit mit dem Umzugsunternehmen funktioniere reibungslos. "Wir kennen die Mitarbeiter ja bereits von unserem letzten Umzug, es sind alles bekannte Gesichter", sagt die Schulleiterin. Sie hat bereits den PCB-bedingten Umzug aus dem früheren Grundschulgebäude in die Hauptschule koordiniert und begleitet.

Die Kartons gepackt hat das Lehrerkollegium bereits vor den Weihnachtsferien - dafür hingen sie nach Schulschluss jeweils knapp zwei Stunden pro Tag dran. Jetzt beim Umzug versuchen die Lehrerinnen darauf zu achten, dass die Schränke und Kartons in der neuen Waldschule ihren Platz in den richtigen Klassenräumen finden. "Das wird gut funktionieren", meint Strehlow-Toussaint optimistisch.

Zunächst werden die Utensilien der OGS (Spielzeug, Teller, Geschirr, Tische, Stühle, Sofas, Teppiche etc.) zum Vogelsang gebracht. "Das hat Priorität, für die OGS muss am Montag alles vorbereitet sein, denn die Betreuung beginnt um 7 Uhr am neuen Standort", erklärt die Schulleiterin. Für den normalen Unterricht im neuen Domizil könnten zur Not auch noch einige Kleinigkeiten fehlen. "Wir brauchen Stühle und Tische, das ist die Hauptsache", sagt Strehlow-Toussaint.

Das Verpacken der Utensilien aus dem Lehrerzimmer und den Medienräumen haben die Kolleginnen unter sich aufgeteilt. Auch die Sportgeräte aus der Turnhalle Ost, die seit längerer Zeit wegen der PCB-Belastung nicht mehr genutzt werden konnten, werden in den nächsten Tagen in die neue Waldschule gebracht. Dort gibt es einen großen Mehrzweckraum, der für den Sportunterricht genutzt wird. Und darauf freuen sich die Kinder ganz besonders, schließlich war das Sporttreiben in den vergangenen Monaten nur sehr eingeschränkt möglich. "Nach der Schließung unserer Turnhalle konnten wir die Halle an der Schubertstraße nutzen - aber die wird ja für die Unterbringung der Flüchtlinge benötigt", sagt Strehlow-Toussaint. Also musste improvisiert werden. "Wenn es ging, waren die Kinder draußen auf dem Schulhof. Der Sportunterricht fand aber auch mal in den Klassenräumen oder auf dem Flur statt. Das hat jetzt aber zum Glück ein Ende", sagt die Schulleiterin.

Im neuen Schulgebäude ist deutlich mehr Platz. Statt der sechs verfügbaren Klassenräume für die Grundschule im Hauptschulgebäude gibt es Am Vogelsang zehn Räume. Strehlow-Toussaint: "Jetzt können wir auch wieder einen Kunstraum, einen Musikraum oder eine Bücherei einrichten." Außerdem hat jede Klasse einen direkt angrenzenden Differenzierungsraum, der durch eine Glastür abgetrennt ist. So lasse sich der Unterricht auch gut aufteilen.

Vor allem die jetzigen Viertklässler freuen sich auf ihre neue Schule. "Sie haben alle Phasen des Umzugs miterlebt, waren noch im alten Grundschulgebäude und in der Hauptschule dabei - und jetzt dürfen sie auch den dritten Standort noch miterleben", sagt die Leiterin. Sie ist spürbar froh, dass die "provisorische Unterbringung" in der Hauptschule nun ein Ende hat. "Wir sind zwar alle super miteinander klargekommen, mit Haupt-, Sekundar- und Grundschule an einem Standort war es aber doch ziemlich eng. Wir mussten viel improvisieren", sagt Strehlow-Toussaint.

Quelle: RP
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