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Wermelskirchen
Gute Laune beim Tennis-Marathon

Wermelskirchen: Gute Laune beim Tennis-Marathon
Plan gescheitert, aber trotzdem gut drauf (v.l.): Anika Graf, Luisa Gatzsche, Annika Platt, Lena Wartmann, Louisa Büscher, Aaron Mattiesson, Nik Niewöhner, Hannes Kohlmann und Anja Kogel. FOTO: moll
Wermelskirchen. Die kräftigen Regengüsse in der Nacht machten Tura Pohlhausen-Tennis einen Strich durch die Rechnung: Die Jugendlichen mussten ihren engagierten Versuch, beim 24-Stunden-Tennis von morgens 10 Uhr bis zum nächsten Vormittag konstant zu spielen, abbrechen. Von Stephan Singer

Nichtsdestotrotz brachten es 34 Aktive auf fünf Plätzen bei der neunten Auflage der Veranstaltung auf 190 Stunden Spielzeit. Damit erwirtschafteten die Tennissportler knapp 600 Euro für den Jugend-Förderverein von Tura-Tennis. Dazu hatte sich jeder Spieler im Vorfeld einen Sponsor als Paten besorgt, der die absolvierten Spielzeiten mit einer Spende belohnte. Um vor allem die jungen Spieler mit lustigen Höhepunkten zu motivieren, lassen sich die Organisatoren um Anika Graf und Frank vom Hoff bei jedem 24-Stunden-Tennis etwas einfallen: Im vergangenen Jahr erfanden sie das Bratpfannen-Tennis, bei dem das Kochgerät den Tennisschläger ersetzt. In diesem Jahr stellte sich die Frage "Wer hat den längsten Ballwechsel?". Eine besondere Herausforderung. Mit stolzen 397 Schlägen entschieden Aaron Mattiesson und Nik Niewöhner diesen Wettbewerb für sich. Die Jugendlichen wollten eigentlich auch 24 Stunden am Stück spielen, was das schlechte Wetter aber verhinderte.

Zu der Truppe der 13- bis 15-Jährigen zählte auch Lena Wartmann, die einen speziellen Ansporn hatte, denn ihrem Bruder Max war es vor fünf Jahren gelungen, 24 Stunden zu spielen. Dieses Mal war der 17-Jährige Zuschauer. Ebenso Lukas Gatzsche (19 Jahre), dessen Schwester Luisa (14 Jahre) sich auch an den Versuch machte, 24 Stunden Tennis zu spielen.

Die beiden jungen Männer feuerten ihre Schwestern nach Kräften an und erinnerten sich an ihre in Pohlhausen seither nicht mehr wiederholte Leistung. "Sicherlich ging es uns darum, nicht aufgeben zu müssen und das Ansehen zu bewahren. Die schlimmste Zeit war damals zwischen zwei und fünf Uhr nachts. Da sind keine Zuschauer mehr da, weil alle schlafen - dann wird es langweilig", sagten sie. Für den Verein steht beim 24-Stunden-Tennis der gesellige Aspekt im Vordergrund. "Den ganzen Tag über kommen Leute auf die Anlage. Es ergeben sich Spielpaarungen, die sonst selten zustande kommen. Und zur Grillparty sind 50 Leute dabei", sagten Anika Graf und Frank vom Hoff. "Unser Verein hat einen einzigartigen, familiären Charakter. Wir haben 160 Mitglieder, und diese Zahl bleibt konstant mit eher steigender, als sinkender Tendenz."

Quelle: RP
 
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