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Wermelskirchen
Hahneköpper bleiben auf "Stumpfer Knappen"

Wermelskirchen. Die Gerüchteküche über das mögliche Ende des Hahneköppvereins auf dem Stumpfer Knappen im Dorf brodelt, das ist jedoch "heiße Luft": Der Hahneköppverein "Kikiriki" behält seinen angestammten Platz am Stumpfer Knappen, der sogenannten "Arthus-Hütte". "Kikiriki"-Vorsitzender Willi Birkmann betonte gestern auf BM-Anfrage, dass an den Gerüchten, der Hahneköppverein müsse Ende des Jahres den Stumpfer Knappen räumen, nichts dran sei: "Wir werden solange dort bleiben, wie der Verein besteht." Von Stephan Singer

Korrekt sei lediglich, dass der Grundstückseigner seine Mitgliedschaft im Hahneköppverein beendet habe - ein normaler Vorgang, der nicht der Rede wert sei. "Wir werden in diesem Jahr und auch nächstes Jahr den Kirchnerball mit dem traditionellen Hahneköpp-Fest im Juni an der Hütte feiern", ist sich Birkmann sicher.

Für den 74-jährigen Vorsitzenden der Hahneköpper ist der langfristige Bestand des Vereins allerdings nicht gesichert: "Was in zwei, drei Jahren ist, kann ich heute nicht sagen. Wir werden alle zunehmend älter, der größte Teil unserer Mitglieder ist 75 Jahre und älter. Uns fehlt der Nachwuchs. Das ist eine Entwicklung, die ich auch in Kegelclubs oder Gesangsvereinen beobachte."

Mit Birkmann halten sechs Aktive den "Laden am Laufen": "Wenn ich mich aus Alters- bzw. gesundheitlichen Gründen nicht mehr kümmern kann, wird das wohl keiner mehr machen", fürchtet der "Kikiriki"-Chef, der die Hütte und das große Gelände mit altem Baumbestand in Schuss hält. Die Gerüchte kommentiert er so: "Da hat irgendjemand etwas in die Welt gesetzt." Es stehe in den Sternen, ob sich der Hahneköppverein irgendwann auflösen oder zumindest den aufwendig in Ordnung zu haltenden Stumpfer Knappen verlassen sollte, um im kleineren Rahmen weiter zu existieren. Wenn das geschehe, würde das in jedem Fall "aus den eigenen Reihen heraus" und "aus freien Stücken" entschieden.

Seit 1932 regieren die Könige des Hahneköppvereins in Stumpf. Die Veranstaltungen sind traditionelle Volksfeste, die allerdings in der Vergangenheit mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen hatten.

Aus einer Augenblickslaune heraus wurde der Verein 1932 gegründet. Am Stumpfer Knappen trafen sich früher Männer an schönen Sommer-Abenden. Man besprach lokale Ereignisse und trank dabei den beliebten "Klaren". Hoch her ging es dort auch am Dabringhausener Kirmes-Montag 1932. "Wir gehen nicht ins Dorf zur Kirmes, wir feiern hier im Wald!", beschlossen die wackeren Zecher damals - damit nahm das Hahneköpp-Fest und der dazugehörige Verein seinen Lauf.

Quelle: RP
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