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Wermelskirchen
Heidi Engels war das Gesicht der Städtepartnerschaft

Wermelskirchen. Sie verteilte nicht nur Küsschen links und rechts, wenn sie zu Gast war in Frankreich oder Besuch aus der Touraine hatte. Als "Mutter der Kompanie" hatte sie auch immer "Zuckerbrot" in ihrer Jutetasche mit dem Partnerschaftsemblem. Das süße bergische Apfelkraut brachte Heidi Engels gern ihren Gastgebern mit.

Geprägt war die Wermelskirchenerin durch ihren Vater, der aus der Kriegsgefangenschaft im Médoc heimkehrte. Sein größter Wunsch war, dass Deutsche und Franzosen Freunde werden können. Dieser Wunsch des Vaters hat sie ein Leben lang geprägt.

Heidi Engels engagierte sich unermüdlich für die Städtepartnerschaft mit Loches, hat zahllose Reisen als versierte Dolmetscherin begleitet und löste 1997 Dr. Heinz-Gerd Schöneweiß als Vorsitzenden des Arbeitskreises Loches ab. Bis 2015 war sie Vorsitzende - durch ihr Engagement gelang es, stabile und jahrelange Beziehungen zwischen deutschen und französischen Familien aufzubauen. Sie war jahrzehntelang das Gesicht der Stadtpartnerschaft. Sie half Vereinen, die Beziehungen zu verbessern. Ihre zuverlässige, aber auch lustige Art trug zum Beispiel dazu bei, dass sich unter den Jugendfeuerwehren von Wermelskirchen und Loches seit 1991 langjährige Freundschaften gebildet haben.

Der damalige Landrat Rolf Menzel würdigte ihr Wirken 2011 mit der Ehrennadel in Gold.

Heidi Engels ist am vergangenen Montag im Alter von 77 Jahren nach langer Krankheit gestorben.

(tei.-)
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