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Wermelskirchen
Heizungsdefekt - Rektorin hat Notfallplan

Wermelskirchen: Heizungsdefekt - Rektorin hat Notfallplan
Der externe Heizkessel im "Hot-Mobil", das gestern auf dem Hof der Schwanenschule postiert wurde, wurde gestern mit Heizöl versorgt. Es gab schulfrei für die Kinder, aber das Lehrerkollegium bereitete für heute alles vor. FOTO: Pudelski
Wermelskirchen. Die Anlage fiel aus. Räume waren bis auf sechs Grad ausgekühlt. Seit gestern versorgt ein Heiz-Mobil die Schwanenschule mit Wärme. Heute wird wieder unterrichtet - notfalls in anderen Schulen. Dafür sorgte die Schulleitung. Von Solveig Pudelski

Eins war für Katrin Wagner, Rektorin der Schwanenschule, gestern klar. Sie wollte die Eltern nicht noch einen weiteren Tag im Regen stehen lassen - wie es zwangsweise und völlig überraschend am Montag der Fall war. Sie musste den Eltern mitteilen, dass die Schule geschlossen werde, weil die Heizung ausgefallen war und die Räume bei diesen frostigen Außentemperaturen rasch auskühlen. "Ich habe einen Plan B entwickelt, damit in jeden Fall am Mittwoch wieder Unterricht stattfinden kann", sagte die Schulleiterin gestern.

Die alte Heizungsanlage war offenbar bereits am Wochenende ausgefallen, eine Reparatur ist nicht mehr möglich. Die Stadt orderte ein sogenanntes "Hot-Mobil", um auf schnelle Weise für Ersatz sorgen zu können: Die externe Heizanlage, die mit Ölbefeuerung eine Versorgung mit Wärme gewährleistet, steckt in einem Anhänger. Dieser wurde gestern auf dem Schulhof postiert, eine Fachfirma kümmert sich darum, dass alles ordnungsgemäß über die Bühne geht. "Das Aggregat läuft seit 11.30 Uhr, wir hoffen, dass die Klassenzimmer morgen wieder warm sind", sagte Beigeordneter Stefan Görnert gestern auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Entscheidung, ob in den Räumen an der Jahnstraße unterrichtet wird, falle heute früh.

Fest steht: Die Eltern können ihre Kinder heute wieder getrost zur Schule schicken. Für die unteren Klassen findet von der ersten bis zur vierten Stunde Unterricht statt, die älteren Kinder haben bis zur fünften Stunde Schule. Für die OGS-Kinder werde eine Notbetreuung eingerichtet, sie bekommen auf jeden Fall ein warmes Essen in der Schwanenschule, versicherte katrin Wagner.

FOTO: Hertgen Nico

Sie hat gestern nach räumlichen Alternativen gesucht, viele Telefonate geführt, um den Schulbetrieb sicherzustellen. Mit dem Ergebnis: Andere Schulen gewähren der Grundschule Asyl. "In einigen Räume haben wir heute nur sechs Grad gemessen, andere hatten 13, 14 Grad", berichtete sie gestern. Es könne durchaus sein, dass einige Klassen in der Schwanenschule unterrichtet und andere ausgelagert werden, weil die Räume auf der Schattenseite noch nicht so gut aufgeheizt werden konnten. Aber alle Ersatzräume seien fußläufig erreichbar. Wie auch am Montag war das Lehrer-Kollegium in der Schule, um alles vorzubereiten. So wurde für heute ein spontanes, kleines Sportfest in der Schwanenhalle organisiert. " Wir haben die Halle für diesen Zweck für die Schwanenschule freigehalten", bestätigte Görnert.

Weil das Hot-Mobil in der Notlage zwar hilfreich, die Energieversorgung auf diese Weise aber teuer ist, versucht die Stadt als Schulträger schnell eine neue Heizanlage einbauen zu lassen - das war zwar für dieses Jahr ohnehin geplant, aber im ersten Schritt sollte ein Antrag auf Zuschüsse gestellt werden. Weil eine Förderzusage nicht so schnell erfolgen werde, müsse die Stadt finanziell in Vorleistung treten, so Görnert. Fest steht aber, dass kein Kind in der Schule frieren muss.

Quelle: RP
 
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