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Wermelskirchen
Historische Fotos zeigen den Wandel

Wermelskirchen: Historische Fotos zeigen den Wandel
Claus Füllhase hat auch bereits im Bürgerhaus ausgestellt. Hier blättert er mit dem Ehepaar Sigrid und Herbert Winterhager in einem alten Band. FOTO: Jürgen Moll (archiv)
Wermelskirchen. Eine Reise in die Vergangenheit der Stadt Wermelskirchen können die Besucher einer Fotoausstellung antreten, die der Hobby-Archivar Claus Füllhase organisiert. Von Solveig Pudelski

Wer ein eigenes Archiv zusammenstellt, alles sammelt, was die Stadtgeschichte aus den vergangenen Jahrzehnten hergibt, wer dankend alte Dokumente und Fotos von Wermelskirchen entgegennimmt, der muss schon mit Leidenschaft ein Hobbyhistoriker sein. Claus Füllhase ist solch ein Mensch. Er möchte Zeitgenossen, jüngeren und älteren, an seinen gesammelten Schätzen teilhaben lassen und sie für ehemalige Epochen, für den Wandel des Stadtgesichtes und für manche Kuriositäten längst vergangener Zeiten begeistern. Daher hat er für die Adventszeit wieder eine Ausstellung organisiert. Über 100 historische Fotografien, alte Zeitungen, die in Wermelskirchen erschienen sind und noch heute erscheinen wie die Bergische Morgenpost, Schulchroniken und Notarbriefe stellt er in den rund 70 Quadratmeter großen Geschäftsräumen Kölner Straße 9 aus. "Die werden jetzt noch frisch gestrichen, am Freitag bereite ich alles vor", sagt der 71-Jährige.

In seinem Zuhause hat er ein eigenes Archiv angelegt. 181 Bücher sind vorhanden, dazu die Monatszeitschriften "Bergische Heimat", Feldpostbriefe und Karten, die Bergischen Heimatkalender, Zeugnishefte von verschiedenen Schulen, Chroniken, Protokolle und Satzungen von Vereinen. Zeitungsartikel und Fotos füllen Ordner und Kartons. Immer wieder bringen Wermelskirchener aus Nachlässen oder eigenem Hause historische Fotos vorbei oder werfen sie bei Füllhases in den Briefkasten. "Bei diesen Spendern möchte ich mich bedanken", sagt der Hobby-Archivar im Gespräch mit dieser Zeitung.

"Einmal im Jahr mache ich eine kleine Ausstellung zu einem Thema", sagt Füllhase. Diesmal ist es die elfte. Früher stellte er alles draußen an einem Stand aus, dann wechselte er in geschlossene Räume.

Der Zeitpunkt für die Vernissage ist gut gewählt: Jetzt am zweiten Adventswochenende mit "Bergischer Weihnacht" und Nikolausumzug, organisiert vom Marketingverein WiW, sind ohnehin viele Menschen unterwegs, zudem ist der Sonntag verkaufsoffen.

Die Pforten an der Kölner Straße 9 öffnet Claus Füllhase am Samstag um 10 Uhr zu einem Sektempfang, auch am dritten Adventswochenende und am Mittwoch, 13. Dezember, dürfen Interessierte vorbeischauen. Der Eintritt ist frei, und bei Nachfragen zu einzelnen Exponaten oder Wermelskirchener Epochen oder Entwicklungen gibt Füllhase gerne und kenntnisreich Auskunft. Vor allem Menschen, die sich dafür interessieren, wie sich die Innenstadt Wermelskirchens verändert hat, werden hier fündig. Und wer das nächste Klassentreffen organisiert, findet sicherlich Wissenswertes in den Chroniken der (einstigen) Schulen Eschbachtal, Hünger, Tente und Stolzenberg. Gegen einen Unkostenbeitrag kann der Besucher einen "Abzug" der historischen Fotos erhalten, die Füllhase digital erstellt. Als kleines Bonbon erhalten Besucher in einigen Geschäften und bei der Bergischen Morgenpost (solange der Vorrat reicht) eine Postkarte vom größten, innerstädtischen Weihnachtsbaum, die hier jüngst vermessen wurde.

Ausstellungszeiten: Samstag/Sonntag, 9./10. Dezember, jeweils 10 bis 16 Uhr, Mittwoch, 13. Dezember, 10 bis 16 Uhr, Samstag/Sonntag, 16./17. Dezember, jeweils 10 bis 16 Uhr. Kölner Straße 9.

Quelle: RP
 
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