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Wermelskirchen
Hochsaison für Sekt, Champagner und Prosecco

Wermelskirchen. Ob zu Weihnachten oder Silvester - Sekt darf im Dezember nicht fehlen. Nach wie vor trinken die Deutschen das Prickelwasser in großen Mengen. Das beweisen die Zahlen, die das Statistische Bundesamt kürzlich veröffentlichte. 43 Gläser, also 4,3 Liter, tranken die Deutschen älter als 16 Jahre im vorherigen Jahr durchschnittlich. Gerade um die Feiertage dürfte der Konsum groß sein. Von Johanna Schumacher

Auch beim Weinfreund an der Berliner Straße wird gespürt, dass der Jahreswechsel näher rückt. "Im Dezember verkaufen wir Sekt schon verstärkt", sagt Inhaber Bernd Freund. "Nach Weihnachten geht es aber erst richtig los. Dann kaufen alle Sekt für Silvester."

Unter den Kunden lassen sich zwei Gruppen von Käufern erkennen, sagt Freund. Die eine Gruppe wolle einfach etwas Leckeres zum Böllern haben. Die zweite habe höhere Ansprüche. "Es gibt auch die Leute, die eine große Party mit Freunden veranstalten und die dann gewillt sind, mehr für die Flasche auszugeben", berichtet der Experte. Bei denen dürfe es schon Mal der Champagner für 35 Euro sein. Der Klassiker sei nach wie vor der edelste und gefragteste Tropfen. "Wer etwas Besonderes haben will, bekommt mit Champagner auch etwas", bestätigt Freund. "Das hört sich nicht nur gut an, der ist auch gut."

Egal ob luxuriös oder günstig, wenn es um die Geschmacksrichtung des Sektes geht, lassen sich eindeutige Trends feststellen. "Etwa 90 Prozent der Kunden wählen einen trockenen Sekt", berichtet Freund. Das liege auch daran, dass halbtrockener Sekt beinahe mild und damit sehr süß sei. Auch das Sortiment des Weinfreundes folgt dem Trend. Unter den 20 Sektsorten sind die meisten trocken oder brut.

Wer keinen Alkohol trinken möchte oder kann, greift gerne zum alkoholfreien Ersatz. Zu empfehlen sei der jedoch nicht. "Alkoholfreie Schaumweine schmecken nicht oder nur mäßig", findet Freund. Das liege daran, dass dem Sekt mit dem Alkohol auch Geschmack entzogen werde. "Alkohol ist nun mal Geschmacksträger." Auf Nachfrage bestelle der Weinfreund aber bestimmte alkoholfreie Schaumweine aus Belgien.

Etwas Besonderes sei der Winzersekt des Weinguts Thomas Reinhardt. Der Chardonnay aus der Pfalz ist keine Massenproduktion und mit unter zehn Euro die Flasche trotzdem bezahlbar. "Da weiß man, wo der Sekt herkommt", sagt Freund.

Mit generellen Empfehlungen hält sich der Weinfreund ansonsten zurück. "Es kommt einfach darauf an, was den Leuten schmeckt", sagt er. Viele kämen mit Ideen aus Zeitschriften her und wollten genau das empfohlene Getränk kaufen. Das könne nicht immer gut gehen. "Eine Empfehlung muss auf den persönlichen Geschmack angepasst sein."

Quelle: RP
 
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