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Wermelskirchen
Holzhütte im Freibad Dhünn abgebrannt

Wermelskirchen: Holzhütte im Freibad Dhünn abgebrannt
Brandort polizeilich beschlagnahmt: Frank Jäger, Besitzer des Freibads Dhünn, steht vor der völlig abgebrannten Holzhütte, die als Kiosk des Bades genutzt worden war. FOTO: Jürgen Moll / Hertgen (Archiv)
Wermelskirchen. Großeinsatz der Feuerwehr am Mittwochmorgen: Im seit 2010 nicht mehr geöffneten Freibad Dhünn stand der frühere Kiosk in Flammen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Freibadbesitzer Frank Jäger klagt über ständigen Vandalismus. Von Sebastian Radermacher

Im seit Jahren nicht mehr geöffneten Freibad in Dhünn hat es am frühen Mitwochmorgen einen Großeinsatz der Feuerwehr gegeben. Gegen 5.20 Uhr ging der Alarm bei der Leitstelle ein: Zu dieser Zeit stand im Freibad eine von der Grundfläche etwa 20 mal 20 Meter große Holzhütte, die früher im Bad als Kiosk genutzt wurde, lichterloh in Flammen, teilte Einsatzleiter Ingo Mueller auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Die hauptamtlichen Kräfte sowie die freiwilligen Feuerwehrleute der Löschzüge drei (die Löschgruppen Dhünn, Eipringhausen und Halzenberg) und vier (Dabringhausen, Kreckersweg) - insgesamt etwa 35 Einsatzkräfte - versuchten vor Ort, das Feuer so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bekommen. Die große Gefahr: "Die Hütte stand direkt an einem Wald, das Feuer durfte nicht auf die Bäume übergreifen", sagte Mueller.

Die Feuerwehr hatte den Brand nach einiger Zeit unter Kontrolle und konnte ein Übergreifen auf den Wald verhindern. Wie das Feuer entstehen konnte, war am Mittwochmorgen noch unklar. Mueller: "Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt - sie übernimmt die Ermittlungen zur Brandursache."

Das Freibad Dhünn ist eingezäunt, der Kiosk, der laut Freibadbesitzer Frank Jäger noch komplett eingerichtet war, etwa mit Fritteusen, war also nicht frei zugänglich. Frank Jäger wurde von der Polizei über den Brand informiert, er half den Einsatzkräften vor Ort mit einem Bagger, das Dach der Hütte einzureißen, um das Feuer besser löschen zu können. Gegen 7.45 Uhr konnte ein Großteil der Einsatzkräfte der Feuerwehr wieder abziehen. "Verletzt wurde bei dem Brand zum Glück niemand", teilte Einsatzleiter Mueller mit.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Sie geht davon aus, dass der Brand nicht durch einen technischen Defekt verursacht worden war. "Es liegt der Verdacht nahe, dass das Feuer fahrlässig oder vorsätzlich verursacht wurde", teilte Polizeisprecher Richard Barz mit. "Es wird aber vermutlich schwierig, die Ursache herauszufinden. Wir müssen die Ermittlungen abwarten." Zur Höhe der Schadenssumme machte die Polizei gestern keine Angaben.

Frank Jäger bestätigt die Annahme der Polizei: "Ich denke auch, dass es Brandstiftung war. In der Hütte war gar kein Strom, es gab dort keine Energiequelle mehr", sagte der Freibadbesitzer auf Anfrage unserer Redaktion. Er war geschockt und zugleich sehr verärgert. Der Brand gestern Morgen war nicht der erste Vorfall in den vergangenen Monaten im Freibad Dhünn. Jäger: "Immer wieder treiben Randalierer hier ihr Unwesen, es wurden zum Beispiel bereits alle Türen und Fenster mutwillig zerstört. Das war jetzt die Krönung", sagte der Besitzer.

Wie es nun mit dem Freibadgelände in Dhünn in Zukunft weitergehe, könne er nicht sagen. "Im Moment weiß ich nicht, was ich machen werde", sagte Jäger.

Quelle: RP
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