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Wermelskirchen
Honigbienen suchen Zuflucht in einer Esche

Wermelskirchen: Honigbienen suchen Zuflucht in einer Esche
Andreas Strobel gestern im Einsatz am Brückenweg. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. Eigentlich ging's gestern Nachmittag ganz schnell: Andreas Strobel sprühte mit Wasser die Bienen ein, damit sie nicht mehr fliegen konnten, schüttelte einmal am Ast, und schon landete eine Traube von schätzungsweise 15- bis 20.000 Honigbienen in der Kiste. Für den 50-jährigen Hobbyimker aus Remscheid fast schon Tagesgeschäft zurzeit. Von Udo Teifel

Der Anruf eines Bürgers erreichte gestern die Feuerwehr: In einer Esche an der Einfahrt zum Rathaus-Parkplatz hatte er eine Traube von Bienen ausgemacht. Feuerwehrchef Holger Stubenrauch: "Wir haben kurz rumtelefoniert. Unsere Imker waren nicht erreichbar, da haben wir von jenseits des Eschbachs Hilfe geholt." Für eine halbe Stunde wurde der Brückenweg gesperrt, damit die Drehleiter als Arbeitsbühne für Strobel ausgefahren werden konnte.

Zweimal setzte der Hobbyimker an, um die Bienen "einzufangen". Der Großteil der Bienen war in einer Kiste, schnell aber versammelten sich die restlichen Bienen zu einer kleinen Traube. Auch die sammelte er ein. "Es ist Schwarmzeit", sagte er. Ein Volk werde eine Jungkönigin aufgezogen haben, so dass die Altkönigin ihr Volk mit anderen Bienen verlassen habe. "Die haben sich in einer Traube in diesem Baum um die Königin versammelt. Kundschafter werden unterwegs gewesen sein, um eine neue Behausung zu suchen."

Bis zu 20.000 Bienen haben sich in dieser Traube versammelt. Der Hobbyimker besprühte sie mit Wasser, damit sie nicht davonfliegen. Gestochen wurde Andreas Strobel übrigens nicht. "Bienen stechen nur in höchster Gefahr", sagte er. FOTO: Teifel Udo

Strobel hat in den vergangenen Wochen schon fünf Völker nach Anrufen von besorgten Bürgern eingesammelt. "Dieses Volk werde ich wohl behalten", sagte er gestern. Er werde es in eine Kiste mit Waben setzen, so dass die König mit der Eiablage beginnen könne.

Dann machte er sich auf nach Remscheid, wo ein weiteres Bienenvolk in einem Baum auf den Umzug wartete.

Quelle: RP
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