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Heisser Draht
"Hüppanlage sieht nach nichts aus"

Wermelskirchen. Aufreger Stadtbild: BM-Leser kritisieren Planung und Pflege. Von Udo Teifel

Wermelskirchen Das sich nicht immer zum Besseren verändernde Wermelskirchener Stadtbild ist besonders am "Heißen Draht" der Bergischen Morgenpost immer wieder das größte Anliegen von BM-Lesern. Sie sorgen sich zumeist darum, dass das Stadtbild seine bergische Ursprünglichkeit verliert.

Diesen Eindruck hat auch Heinz Köhler bei einem Spaziergang durchs Hüpptal gewonnen: "Die Anlage ist ja in einem bedauernswerten Zustand. Hundekot, wohin man schaut. Der Rasen wird nicht gemäht. Alles wuchert." Das sehe doch nach nichts mehr aus, ist er enttäuscht. Besonders betroffen macht ihn nicht nur der Anblick der ehemaligen Toilettenanlage - dort hätten wohl auch Hundebesitzer inzwischen den geeigneten Platz gefunden, damit ihre Vierbeiner ihre Geschäfte machen können. Das sei nicht mehr zumutbar.

"Hat die Stadt Wermelskirchen denn kein Geld mehr für die Pflege?", schimpft er. Und dann sagt er im Nachsatz: "Aber Tausende von Euros werden für das Gerüst am Rathaus ausgegeben..." Aber er wolle nicht nur meckern, sagt Köhler: "Die Fahrt zwischen Ostringhausen und der Shell-Station in Hünger ist wieder frei. Wir haben eine wunderschöne Straße bekommen." Vielleicht sollten vor allem die Mütter, die sich beschwerten, dies auch mal anerkennen. Leider beginne dann direkt hinter der Brücke der alte Fahrbahnzustand wieder.

Er habe manchmal den Eindruck, in Wermelskirchen wisse die linke Hand nicht, was die rechte tue: So beschreibt Hans Koch die Verkehrsleitung angesichts der Straßenbaustellen. "Gibt es denn keine Absprachen mehr?" Auch für die Reinigung der Bürgersteige und Straßen hat er nur ein Kopfschütteln übrig. Die Reinigungsmaschine komme nur unregelmäßig, aber der städtische Mitarbeiter puste Laub und Dreck mit seinem Laubsauger auf die Fahrbahn. "Da bleibt das dann lange liegen. Weil das Reinigungsfahrzeug, das sich Wermelskirchen mit Burscheid teilt, nicht regelmäßig kommt", hat Koch beobachtet. "Dann soll man sich auch nicht wundern, dass die Abflüsse verstopfen und es bei Starkregen zu Überschwemmungen kommt."

Die städtebauliche Entwicklung von Wermelskirchen sieht Meinhard Nitsch eher negativ. "Schon wenn ich den Durchstich Eich hochfahre, blicke ich auf einen Mehrfamilienhaus mit Flachdach - das ist doch überhaupt nicht angepasst an die bergische Gebäudestruktur." Ähnlich negativ beschreibt er die neuen Gebäude an der Telegrafen- und Kölner Straße. "Warum hat die Politik dies so zugelassen? Warum gibt es keine Gestaltungssatzung, die so etwas regelt?" Nitsch, der in Wermelskirchen aufgewachsen ist, dann aber über 30 Jahre teils im Ausland lebte und seit zwölf Jahren wieder in Wermelskirchen wohnt, sieht seine Befürchtungen für die Zukunft eher bestätigt, wenn sich nicht bald etwas tue.

Quelle: RP
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