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Wermelskirchen
Immer mehr Eltern brauchen U3-Kita-Plätze für ihre Kinder

Wermelskirchen. Die Stadt Wermelskirchen hat eine große Umfrage bei Eltern gestartet, um den aktuellen Bedarf für die U3-Betreuung in den Kindertagesstätten und in der Tagespflege zu ermitteln. Sie hat 900 Eltern angeschrieben, deren Kinder im Zeitraum vom 1. August 2013 bis 31. Juli 2016 geboren worden sind. Bis zum 9. November sollen die Erziehungsberechtigten mitteilen, ab wann sie welche Betreuung für ihre Kinder benötigen. Von Sebastian Radermacher

Die Stadt hofft auf eine hohe Rücklaufquote. "Je mehr Eltern ihren Bedarf mitteilen, desto besser können wir planen", betont Voß. Die Verwaltung möchte mit dieser Befragung herausfinden, wie viele Eltern den Rechtsanspruch auf einen U3-Platz wahrnehmen wollen, wer noch einen Platz benötigt oder wer bereits einen erhalten hat.

Die Tendenz ist deutlich: Immer mehr Eltern brauchen U3-Plätze für ihre Kinder, sagt Voß. "Das wird sich wohl auch durch diese Befragung bestätigen." In der Regel kalkulieren die Kommunen mit einer Quote von etwa 33 Prozent. Das bedeutet: Bei 100 Kindern in einem Geburtsjahrgang muss die Stadt davon ausgehen, dass sie für 33 Kinder U3-Plätze zur Verfügung stellen muss. "Wir liegen bereits über diesem Wert", stellt Voß klar. Daher sei die Ermittlung des Bedarfs umso wichtiger. Daraus lässt sich nämlich auch eine Prognose für die Entwicklung der nächsten Jahre ableiten.

Das Jugendamt versucht, auf alle Wünsche der Eltern einzugehen. "Wir können aber keine Garantie abgeben, dass jede Familie ihren Wunsch-U3-Platz erhält", sagt Voß. In Wermelskirchen gibt es aktuell 173 U3-Plätze in Kitas und 134 Plätze in der Tagespflege. Bis auf den DRK-Kindergarten "Wunderwelt", der unter Dreijährige im eigenen Kinderclub betreut, und dem städtischen Kindergarten am Bussardweg gibt es in allen anderen Kitas im Stadtgebiet bereits U3-Plätze. Am Bussardweg in Dabringhausen haben die Bauarbeiten für einen Anbau begonnen, in dem ab nächstem Jahr U3-Kinder betreut werden.

Seit dem 1. Juni hat die Stadt Wermelskirchen das Anmeldeverfahren für alle Kindertagesstätten umgestellt - Eltern müssen ihre Kinder auf dem Internetportal "Little Bird" anmelden. "Der Start ist gut angelaufen", berichtet Vanessa Mühring, die das Projekt im Jugendamt koordiniert. Aktuell haben 632 Eltern bei "Little Bird" ihren Bedarf eingetragen - teilweise bereits vier Jahre im Voraus. In der Regel erhalten sie etwa ein Jahr vor dem besagten Termin eine Zu- oder Absage des Platzes. Mühring rät, mehrere Kitas mit verschiedenen Prioritäten anzugeben. "Dann können die Kitas schnell einsehen, welche Eltern tatsächlich ihre Kinder zu ihnen schicken möchten."

Quelle: RP
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