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Wermelskirchen
Immer mehr freies W-Lan in der Stadt

Wermelskirchen. Der regelmäßige Tagesspitzenwert liegt zwischen 300 und 350 Nutzern. Bei Veranstaltungen in der Innenstadt wie der Kirmes oder Bergische Weihnacht können es auch schon mal 800 Menschen sein, die sich an einem Tag in das offene W-Lan-Netz von Freifunk Wermelskirchen einwählen, um im Internet zu surfen. "Wir kommen auf einen Durchschnitt von etwa 200 Nutzern am Tag. Und die Tendenz hat einen klaren Aufwärtstrend", beschreibt Tobias Opitz vom Vorstand der hiesigen "Freifunker" die Entwicklung. Von Stephan Singer

"Es gibt in ganz Deutschland inzwischen 30.000 Netzwerkknoten - auch hierbei wächst die Zahl stetig. In Wermelskirchen haben wir einen positiven Stand der Dinge, wir stehen für ein ehrenamtliches Projekt ganz gut da", resümiert Opitz, der mit Tim Latzke und Ruben Wisniewski die Freifunk-Technik betreut und wartet: "Wir haben insofern eine Sättigung erreicht, weil die wichtigsten Punkte in der Innenstadt mit frei zugänglichem Internet versorgt sind. Die Bereiche, die anfangs am meisten Schmerzen verursacht haben, sind jetzt abgedeckt. Dazu kommen ständig weitere Knoten in den Außenbereichen, die in der Regel Privatleute ermöglichen."

Wichtigste Ziele für die nahe Zukunft seien die Abdeckung mit Freifunk in der Kattwinkelschen Fabrik und das Schließen einiger Netzwerklücken zwischen Eich und Schwanenplatz. Dank des Engagements vom Marketingverein "Wir in Wermelskirchen" (WiW) und einer Spende der Volksbank werden die "Freifunker" in den nächsten Wochen den Bereich an der Telegrafenstraße zwischen WiW-Geschäftsstelle und Bürgerzentrum besser abdecken, dort schwächelt die Signalstärke des freie Internetzugangs und weist kleine Lücken auf. WiW und Freifunk Wermelskirchen zeigen sich überzeugt davon, dass die frei verfügbare Internetnutzung die Verweildauer der Menschen in der Innenstadt erhöht. "Wir passen ständig die Software an neue Hardware, die die Hersteller auf den Markt bringen, an. Das Freifunknetz erfordert eine ständige Betreuung. Auf der technischen Seite haben wir zu wenig Aktive und freuen uns über jeden, der uns helfen will", sagt Tobias Opitz.

Eine weitere "Baustelle" für das Trio hat sich durch einen Unfall ergeben: Durch den Brand im Imbisswagen von Thomas Coen am Loches Platz wurde auch ein Router vernichtet, der zur Abdeckung des stark frequentierten Freifunknetzes im Bereich von "Centrale", "Venezia" und Hotel "Zur Eich" beitrug. "Da kommt ganz schnell ein neuer Knoten hin", verspricht Tobias Opitz. Der 34-Jährige erläutert weiter: "Für die Freifunkknoten in den Erstaufnahmeeinrichtungen hat die Stadt die Hardware bezahlt, wir haben sie in den Hallen installiert. Die Hardware bleibt im Besitz der Stadt, die diese wunderbar nutzen kann, um das Netzwerk an anderer städtischer Stelle zu verstärken oder auszubauen. Unsere Kooperation mit der Stadtverwaltung und diversen Initiativen sowie Vereinen in Wermelskirchen klappt super!"

Quelle: RP
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