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Wermelskirchen
Immer mehr Zulauf im Haus Eifgen

Wermelskirchen: Immer mehr Zulauf im Haus Eifgen
Die von der Kulturinitiative veranstalteten Konzerte im Haus Eifgen locken immer mehr Besucher an. FOTO: Sebastian Radermacher
Wermelskirchen. Die Resonanz bei den Veranstaltungen nimmt laut Kulturinitiative stetig zu. Sie wird ihr Angebot mindestens bis Dezember fortführen, gerne auch länger. Die Planung für weitere Events läuft. Das Haus steht weiterhin zum Verkauf. Von Sebastian Radermacher

Beim Blick auf die Besucherzahlen der Juli-Veranstaltungen im Haus Eifgen gerät Michael Dierks ins Schwärmen: "Dieser Monat war sehr erfolgreich. Wir hatten Abende mit 160 Besuchern", erzählt der Vorsitzende der Kulturinitiative Wermelskirchen, die das traditionsreiche Haus seit Jahresbeginn wieder mit Leben füllt. Und das Erstaunliche dabei: Immer mehr Besucher von außerhalb finden den Weg nach Wermelskirchen zu den Veranstaltungen im Eifgen. Dierks und seine Mitstreiter der Initiative sprechen viel mit den Besuchern, sie möchten wissen, woher sie kommen, wie sie von den Angeboten erfahren haben und wie sie das Angebot der Initiative empfinden.

"Manche waren noch nie im Haus Eifgen, einige waren sogar noch nie in Wermelskirchen. Unser Angebot wird bekannter", erzählt Dierks. Das Ziel der Kulturinitiative sei von Anfang an klar formuliert gewesen: "Wir wollten schauen, wie unser Angebot angenommen wird - in Wermelskirchen, aber auch überregional", sagt der Vorsitzende. Von daher hatten sich Vorstand und Hauseigentümer darauf verständigt, dass die Kulturinitiative im September eine erste Bilanz ziehen und dann entscheiden wird, wie es weitergeht. Dabei bleibt es auch: "Wir organisieren für den September eine Mitgliederversammlung, bei der wir alles besprechen werden", sagt Dierks.

Was aber bereits jetzt feststeht: Die Kulturinitiative wird ihr Angebot im Haus Eifgen mindestens bis Dezember fortführen. Dies sei aus Planungsgründen der weiteren Veranstaltungen notwendig. Laut Dierks ist zum Beispiel die Blues-Session bereits über den September hinaus durchgeplant, die Initiative hätte einen anderen Veranstaltungsort suchen müssen. Zudem sind weitere Events im Oktober, etwa die Jazz-Matinee, oder "The Power of Gospel" mit Wrecia Ford im Dezember bereits festgezurrt worden.

FOTO: Hertgen Nico

Der Vorsitzende hofft, dass die Initiative auch über das Jahresende hinaus das Haus Eifgen als Veranstaltungsstätte nutzen werde. "Wir haben immer gesagt: Sollte unser Angebot bei den Leuten gut ankommen, möchten wir gerne länger im Haus Eifgen bleiben. Am liebsten möchten wir den Vertrag mit dem Eigentümer gleich um zwei Jahre verlängern", sagt Dierks. Dies müsse aber mit den Mitgliedern der Initiative diskutiert werden, um dann gemeinsam eine Entscheidung zu treffen.

Das Haus Eifgen - im kommenden Jahr könnte es ein mehrtägiges Fest zum 130-jährigen Bestehen geben - steht unterdessen weiterhin zum Verkauf. Es hat sich bislang aber noch kein ernsthafter Kaufinteressent gemeldet, berichtet Dierks. Der Initiative fehlt schlichtweg das Geld, um das Objekt zu erwerben. Dafür müssten sich mehrere Musikinteressierte zusammenfinden, die bereit wären, in ein solches Objekt zu investieren, sagt Dierks.

Mit Blick auf die kommenden Monate und vielleicht auch Jahre sieht er für die Initiative momentan noch einen größeren Knackpunkt: "Es fehlt immer noch ein Gastronom im Haus Eifgen, der sich mit uns zusammenschließt", sagt Dierks. Kultur mit begleitender Gastronomie im Haus Eifgen - "das würde uns sicherlich noch einmal einen großen Schub geben".

Kern des Angebots ist bislang die Musik, "das ist unsere Kernkompetenz, dort haben wir ein gutes Netzwerk", erzählt Dierks. Die Initiative sei aber auch offen für Neues, etwa Ausstellungen, Literaturabende oder auch Poetry-Slams. "Nur Ü30- und Ballermann-Partys wollen wir nicht - auch wenn man damit gute Einnahmen erzielen könnte", stellt der Vorsitzende klar.

Quelle: RP
 
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