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Wermelskirchen
Inklusionsprojekt - Chancen für Fortsetzung schwinden

Wermelskirchen. Die Stadt Wermelskirchen wird keine Stiftungsmittel für die Fortführung des überaus erfolgreichen Inklusionshelfer-Projekts an den Grundschulen und der Sekundarschule erhalten. Das teilt Beigeordneter Jürgen Graef auf Anfrage unserer Redaktion mit.

"Es gab eine Stiftung, die Interesse signalisiert hatte, dieses Projekt zu unterstützen - letztlich passte es aber doch nicht in den Förderschwerpunkt der Stiftung für das Jahr 2016", sagt Graef. "Aus heutiger Sicht droht dem Projekt Ende Mai das Aus", stellt er noch einmal klar.

Zum Hintergrund: Die Inklusionspauschale des Landes in Höhe von 56.000 Euro pro Jahr, die für das Projekt verwendet wird, wird Ende Mai aufgebraucht sein. Die Stadt sucht nach anderen Fördermitteln, um die finanzielle Lücke von knapp 80.000 Euro für 2016 zu schließen. Die Politik hat die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur Finanzierung der Inklusionshilfe über das laufende Schuljahr hinaus zu erarbeiten. Zunächst einmal muss aber die Finanzierung für dieses Jahr sichergestellt werden. Und das ist das große Problem. Jürgen Graef hat nach allen Seiten seine Fühler ausgestreckt, auch zur Bezirksregierung in Köln hat er noch einmal Kontakt aufgenommen. "Zurzeit warte ich noch auf eine Rückmeldung." Eine weitere Lösungsidee ist zurzeit nicht in Sicht. "Wir machen alles, aber unsere Chancen schwinden", macht Graef deutlich.

Theoretisch könnte die Stadt einspringen und die finanzielle Lücke schließen. Da es sich bei diesem Projekt aber um eine sogenannte freiwillige Leistung handelt, müssten die 80.000 Euro an einer anderen Stelle im städtischen Haushalt eingespart werden, erläutert der Beigeordnete. Andernfalls könnten definitiv keine Haushaltsmittel für das Inklusions-Projekt verwendet werden, hatte der Kämmerer zuletzt verdeutlicht.

Das Land NRW hat bereits signalisiert, dass es nicht mehr als 56.000 Euro pro Jahr an Fördermitteln der Stadt zahlen wird. Jürgen Graef sieht das Land aber in der Pflicht. "Gäbe es mehr Sonderpädagogen, hätten wir dieses Problem nicht." So ganz abschreiben möchte der Beigeordnete das Inklusionshelfer-Projekt aber noch nicht. "Noch ist nicht Ende Mai. Wir hoffen weiterhin, dass wir eine Lösung finden."

(ser)
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