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Wermelskirchen
Interroll investiert fünf Millionen Euro

Wermelskirchen. Das weltweit tätige Unternehmen setzt seinen Expansionskurs fort. Am Standort in Dabringhausen entstehen ein 1600 Quadratmeter großes Testzentrum, eine zusätzliche Büro-Etage und eine moderne Kantine für die derzeit 260 Beschäftigten. Weitere Arbeitsplätze werden geschaffen. Von Sebastian Radermacher

Beim Blick vom Parkplatz aus wird sofort deutlich, dass hier etwas Großes entstehen wird. Mehrere Bagger stehen auf dem aufgeweichten Lehmboden, rammen ihre Schaufeln in den Boden und tragen Erde ab. Sehr viel Erde. Um genau zu sein, sind es bereits etwa 7000 Quadratmeter an Erdreich. Im Herbst 2017 wird dieses Grundstück am Höferhof nicht mehr wiederzuerkennen sein. Dann steht dort ein riesiges Testzentrum der Firma Interroll. Das Unternehmen investiert mehr als fünf Millionen Euro in den Gründungsstandort, der auch heute noch zu den wichtigsten, weil umsatzstärksten Interroll-Bereichen zählt.

Zusätzlich zur Testhalle werden dort eine weitere Büro-Etage sowie eine moderne Kantine für die derzeit 260 Beschäftigten errichtet. Die zusätzlichen Kapazitäten ermöglichen noch bessere Leistungsprüfungen der Produkte, Neuentwicklungen sowie die Steigerung des Produktionsvolumens der angetriebenen Förderrollen. "Als weltweit führender Hersteller von Förderrollen für die interne Logistik ist es unsere wichtigste Aufgabe, innovative Produkte zu entwickeln, effizient zu fertigen und ein Arbeitgeber mit attraktiven Arbeitsplätzen zu sein", sagt Armin Lindholm, Geschäftsführer der Interroll Engineering GmbH, als er mit Bürgermeister Rainer Bleek den schlammigen Lehmboden betritt. "Mit dieser Investition gehen wir diesen Weg konsequent weiter", fügt er an. Dann drückt er dem Bürgermeister einen roten Spaten (Bleek augenzwinkernd: "Mit der Farbe kann ich sehr gut leben") für den obligatorischen Spatenstich in die Hand.

Bleek betont, wie wichtig ein Unternehmen wie Interroll für die Stadt Wermelskirchen ist. Interroll sei eines der wichtigsten Unternehmen in Wermelskirchen, "es ist ein attraktiver Arbeitgeber, bei dem das Fundament einfach stimmt", lobt der Bürgermeister und fügt an: "Kurz gesagt: ein Vorzeigebetrieb."

Die neue Testhalle als erster Bauabschnitt wird eine Grundfläche von 1600 Quadratmetern haben, das entspricht der Größe von zwei Handballfeldern - die gesamte Fertigungsfläche wird dadurch um fast 20 Prozent vergrößert. In dem Testzentrum wird Interroll die konzernweite "Null-Fehler-Strategie" vorantreiben und sowohl Neuentwicklungen als auch bewährte Produkte regelmäßigen Intervalltests unterziehen, um die hohe Leistungsfähigkeit sicherzustellen.

"Qualität und Innovation stehen an erster Stelle", sagt Lindholm. Mit der zusätzlichen Fläche könne Interroll seine Produktionskapazitäten ausbauen. Ziel ist, die jährliche Herstellung des Förderrollenantriebs "RollerDrive" bis zum Jahr 2023 mehr als zu verdoppeln. Und mittelfristig bedeutet dies auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Dabringhausen. "Wir planen, bis zu 90 Mitarbeiter bis zum Jahr 2023 einzustellen", betont der Geschäftsführer.

Für Herbst dieses Jahres ist der Baubeginn der Kantine mit etwa 170 Plätzen geplant. Nach der Fertigstellung im Frühjahr 2017 wird auf den bestehenden Bürobau eine komplette weitere Etage mit einer Fläche von 600 Quadratmetern aufgesetzt. Mit dieser weiteren Millionen-Investition in den Standort Wermelskirchen setzt das Unternehmen seine Wachstumsstrategie gezielt fort. Bereits von 2008 bis 2011 hatte der Konzern etwa 8,5 Millionen Euro investiert, um das traditionsreiche Werk am Höferhof, wo Interroll 1959 als "Zwei-Mann-Garagen-Betrieb" von Dieter Specht und Hans vom Stein gegründet worden war, bei laufender Produktion komplett zu renovieren.

Quelle: RP
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