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Wermelskirchen
Ja, ist denn schon Weihnachten?

Wermelskirchen: Ja, ist denn schon Weihnachten?
Inge Margenberg und Sohn Jonas packen zusammen mit Kerstin Abbas in der Garage am CVJM-Parkplatz gespendete Teller ein. FOTO: J. Moll
Wermelskirchen. Bis zum Kirchenbasar der Evangelischen Kirchengemeinde sind es zwar noch mehr als fünf Monate, die Vorbereitungen haben aber bereits begonnen. Von Walter Schubert

Der erste Annahmetag für Spenden zum Kirchenbasar im Gemeindehaus am 5. November verlief am Freitag ruhig und entspannt. Normalerweise gibt es auf dem kleinen Parkplatz des Gemeindehauses am Markt kein Durchkommen mehr. "Zum Start und zum Eingewöhnen ist das heute nicht schlecht", sagte Inga Margenberg.

Trotzdem stapelten sich in kurzer Zeit bereits Säcke und Kartons mit allen erdenklichen Artikeln. "Was viele Bürger nicht wissen - wir starten jedes Jahr neu, sozusagen mit frischer Ware." Alles was beim Basar vom Vorjahr übrigbleibt, wird gespendet. Die Kleidung geht an das DRK, Bücher an einen Kindergarten und der Rest an das Sozialkaufhaus in Remscheid.

Einmal im Jahr verwandelt sich das Gemeindezentrum in ein riesiges Kaufhaus mit separaten Abteilungen - Damen-, Herren-, Kinderbekleidung, Haushalts- und Elektroartikel und ein riesiger Büchermarkt. Das Ganze fein sortiert und falls nötig nach Größen geordnet. Diese Sortierung beginnt bereits bei der Annahme. Jedes Teil wird begutachtet, teilweise noch einmal verpackt und dem jeweiligen Lagerort zugeteilt. Der Aufbau des Basars kann dann ganz gezielt erfolgen.

Hans Georg und Inge May hatten viele Kartons mitgebracht. "Ganz vorbildlich, vielen Dank, das erspart uns viel Arbeit", sagte Dirk Margenberg erfreut. Jeder Karton hatte einen Aufkleber mit Inhaltsangabe. "Eben hatte ich einen Karton mit dem Hinweis ,Taschenbücher/Krimis'", sagte Margenberg. "Das ist einfach optimal. Das kommt in die Bücherecke und braucht bis zum Aufbau nicht mehr angefasst zu werden."

Die beiden Bücherhelferinnen Thea Münn und Brigitte Kalkuhl wühlten sich derweil durch die Bücherberge. "Es ist ein Höllenjob - aber schön", versicherten sie. "Wir lieben Bücher und müssen aufpassen, dass wir uns beim Sortieren nicht festlesen." Eine Besucherin brachte neue, original verpackte Rucksäcke. "Das waren Werbegeschenke. Die sind irgendwann mal übriggeblieben", sagte sie. Dann kam eine Lampen-Lieferung. Auflösung eines Elektrogeschäfts? "Nein, das hat sich in den Jahren angesammelt", sagte die Spenderin.

Immer wieder kam ein Fahrzeug auf den Hof, und die Helferinnen Nike Awokola, Zina (11) und Celine (12) halfen beim Ausladen. "Die meisten Sachen sind in Ordnung, sind funktionstüchtig und können angeboten werden", berichteten die Helferinnen. "Nur ganz selten wird die Annahme als Müllentsorgung genutzt."

Weitere Termine stehen bereits fest. "Wir haben ja mittlerweile Erfahrung. Sollte die gesammelte Menge nicht ausreichen, schieben wir spontan noch einen Annahme-Termin dazwischen", sagte Margenberg. Bisher war die Auswahl beim Kirchenbasar immer riesig, und das wird sicher auch in diesem Jahr wieder der Fall sein.

Annahmetermine 2. September, 17 bis 19 Uhr; 3. September, 10 bis 13 Uhr; 21. Oktober, 17 bis 19 Uhr; 22. Oktober, 10 bis 13 Uhr.

Quelle: RP
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