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Bm-Ferienaktion
Jäger bringen Kindern Wald und Tiere in Dabringhausen näher

Wermelskirchen. Wermelskirchen (sng) War es in der vergangenen Woche ein drohendes Gewitter, das den Besuch von Kinderstadt-Kindern bei Jägern in Dabringhausen einschränkte, litt die jüngste BM-Ferienaktion mit zehn Jungen und Mädchen unter starkem Regen, der tagsüber den Organisatoren diverse Planänderungen abforderte. Die Niederschläge hatten nicht nur die Wege in matschige Furchen verwandelt, frisch aufgebrachte Gülle machte die Wiesen und Weiden für die Kinder unpassierbar. Gelernt haben die Jungen und Mädchen dennoch viel.

Seit mehr als 25 Jahren - ursprünglich im Rahmen der damaligen Wermelskirchener "Stadtrand-Erholungen" für daheimgebliebene Kinder - organisieren die Inhaber der Jagdreviere Dabringhausen II (Dirk Steffens, Volker Kölsch, Frank Steinborn) und IV (Armin Röntgen, Arne Lausch, Klaus Esgen) sowie Jagdaufseher Kurt Hahn Aktionen für Kinder - diesmal wieder mit der BM als Partner. Das Ziel damals wie heute: "Wir wollen den Kindern die Natur, die heimischen Wälder näher bringen", sagte Armin Röntgen.

Wie zähle ich auf einer Baumscheibe die Jahresringe? Das war eine der vielen Fragen, die die Gruppe anschaulich behandelte. Armin Röntgen zeigte den Kindern aber auch, wie man aus einem hohlen Stück eines Baumstamms ganz einfach mit zwei Stammscheiben einen Nistplatz für Höhlenbrüter wie den Kleiber fertigen kann. Scheiben oben und unten auf das Holzstück schrauben, seitlich ein Loch als Zugang zur Höhle bohren - fertig ist der naturnahe Nistkasten. Die Jäger betonen, dass es oft darum geht, die Menschen, die im Wald unterwegs sind, zu sensibilisieren. Dazu zeigten sie den Kindern etwa ein Schild, wie es in den Jagdrevieren an vielen Stellen zu finden ist. Niklas las die mahnenden Worte laut vor: "Keinen Müll hinterlassen, kein Feuer machen, mit Pferden auf den Wegen bleiben, nicht querfeldein laufen, nicht stören, Hunde anleinen!"

Zweimal machten sich die Jäger mit den Kindern auf in den Wald. Zuerst zu einer Wanderung mit einer Rast an einem "Wanderpilz", der Wanderern als Sitzgelegenheit und Unterstand dient. Abends dann noch einmal, um die in der Dämmerung aktiven Tiere zu beobachten. Auf dem Hof der Familie Steffens erwartete die Jungen und Mädchen nicht nur eine Stärkung, sondern auch Uhu "Olli", den Falknerin Andrea Nieber mitgebracht hatte.

Quelle: RP
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