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Wermelskirchen
Jazz trifft auf Renaissance in der Stadtkirche

Wermelskirchen. Musikliebhaber und solche, die es worden wollen: Aufgepasst! Alfred Karnowka legt das "Ortiz-Projekt" neu auf. Rückblick: Im April 2015 führten zehn Musiker unter dem Thema "Jazz trifft auf Renaissancemusik" die von Karnowka wiederentdeckte Arbeit "Trattado de Glosas" des spanischen Komponisten Diego Ortiz aus 1553 auf. Und zwar auf seltenen, nachgebauten Instrumenten und in Kombination mit Jazz-Arrangements, deren Kern die Jazz-Saxofonistin Angelika Niescier ebenfalls in Ortiz' Werk entdeckte. Das Konzert wurde zu einem musikalischen Höhepunkt in Wermelskirchen 2015.

Und jetzt wiederholen es beinahe dieselben Musiker - vor dem Stabspiel steht jetzt neu Tom Lorenz. Dass es eigentlich um eine neue Aufführung und kein kalter Aufguss der Ersten geben wird, ist klar: Wofür gibt es Jazzimprovisationen? Außerdem hat Karnowka, der musikalische Leiter des Projekts, einen weiteren Teil aus Ortiz' Werk eingebaut. Diesmal wird das "Ortiz-Projekt" in der Evangelischen Stadtkirche am Samstag, 8. Oktober, 19 Uhr, stattfinden. Möglich wurde es durch eine Zusammenarbeit verschiedener Gruppen in Wermelskirchen.

Alfred Karnowka trug schon länger die Idee einer Wiederaufnahme des Projektes mit sich herum. Die Volksbank Remscheid-Solingen hatte bereits mit einer finanziellen Förderung gewunken. Es musste aber eine gemeinnützige Einrichtung als Veranstalter gefunden werden. Karnowka sprach mit Michael Dierks, dem Vorsitzenden der Kulturinitiative Wermelskirchen. Dieser wiederum sprach auf der Suche nach einem geeigneten Aufführungsort mit André Frowein, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins WiW. Und Frowein kam auf die Idee, die Evangelische Kirchengemeinde über Jutta Benedix mit einzubinden.

Nunmehr sitzen sie alle in einem Boot: Die beteiligten Musiker des Ortiz-Projektes, die Kulturinitiative sorgt als Veranstalter für die Übertragungstechnik und Mitschnitt des Konzertes, WiW rührt die Werbetrommel und die Evangelische Gemeinde stellt die Stadtkirche als Austragungsort zur Verfügung. "Wenn alle beteiligten Gruppen ihre Mitglieder ansprechen, können wir die Kirche mit 600 Sitzplätzen vollkriegen", hofft Karnowka. Ganz im Sinne von Jutta Benedix. Zum Eintrittspreis von zehn Euro (sechs Euro ermäßigt) soll es eine Kollekte zur Finanzierung der Orgelrenovierung in der Stadtkirche geben. Alles in allem sei dies ein "perfektes Sinnbild für das Zusammenspiel eines funktionierenden Netzwerkes in Wermelskirchen", sagte Frowein: "Unser Städtchen lebt."

Vorverkauf Karten gibt es in der Buchhandlung Marabu und in der Musikschule sowie online (www.remscheid-live.de).

(bege)
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