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Wermelskirchen
Jecker Frühschoppen lebt weiter

Wermelskirchen: Jecker Frühschoppen lebt weiter
Die Gäste in der Gaststätte Höller hatten sich zum karnevalistischen Frühschoppen fantasievoll verkleidet. Foto: Jürgen Moll FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Letzte Veranstaltung unter der Ägide Horst Eisenmengers war ein großer Erfolg.

Pünktlich um 11.11 Uhr kommt Horst Eisenmenger zum Grußwort auf die Bühne. Der Klassiker "Heidewitzka, Herr Kapitän" wird gespielt, und die zahlreichen Gäste in der Gaststätte Höller stehen auf, jubeln und singen mit. Obwohl der 74-jährige Wirt zum letzten Mal als Organisator des karnevalistischen Frühschoppens auftritt, dauert die Begrüßung nicht lange - mit der Übergabe an Moderator Markus Homburg beginnt auch schon das bunte Programm der Veranstaltung.

Bereits zum 25. Mal fand der karnevalistische Frühschoppen an diesem Sonntag in Wermelskirchen statt - von drei Jahren, in denen die Veranstaltung im Bürgerzentrum stattfand abgesehen, traf man sich während dieser Zeit immer in der Gaststätte Höller am Schwanen, um die fünfte Jahreszeit zu eröffnen.

Zahlreiche Stars der karnevalistischen Szene gaben während der letzten Jahrzehnte ein Stelldichein, und das Event mauserte sich zum Klassiker. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die diesjährige Ausgabe bestens besucht war - alle Eintrittskarten hatten einen Abnehmer gefunden, und in der Gaststätte war es am Sonntagvormittag fast schon ein wenig eng.

Die bunt kostümierten Gäste kamen voll auf ihre Kosten: närrische Größen wie "Feuerwehrmann Kresse", Renate Baum alias "De Putzfrau vum Rothus" und Oliver Hoff, der den legendären Kölner Schauspieler Willy Millowitsch verkörperte, sorgten vier Stunden lang für beste Unterhaltung. Abgerundet wurde das Bühnenprogramm mit jeder Menge närrischer Musik. Markus Homburg, der auch für die Zusammenstellung und Gestaltung des Programms verantwortlich war, führte gemeinsam mit Franz Kleinmann gut gelaunt durch den Vormittag. Auf der Bühne richtete Homburg auch noch einmal einen großen Dank an Eisenmenger, und lobte das Erreichte. "Was heute hier passiert, haben wir gemeinsam ins Leben gerufen", verkündete der Veteran des Kölner Karnevals stolz. Um die Zukunft muss Wermelskirchener Karnevalisten derweil nicht bange sein: Der Frühschoppen wird auch nach Horst Eisenmengers Rückzug als Organisator weiterbestehen - mit André Katzwinkel von der Gaststätte Junker in Dreibäumen ist ein Nachfolger bereits gefunden. "Nur der neue Veranstaltungsort steht noch nicht fest", erklärte Eisenmenger. Sicher ist auch, dass Markus Homburg sein Engagement für die Veranstaltung fortsetzen wird.

Dabei sein wird Horst Eisenmenger beim nächsten Frühschoppen natürlich ebenfalls - "als Ehrengast", wie Homburg mit einem Lächeln anmerkte.

(fre)
 
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