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Wermelskirchen
Jubelkonfirmation in der Stadtkirche

Wermelskirchen. Elvira Frowein und Hannelore Herbst stand ein Lächeln im Gesicht geschrieben. Wie allen, die gestern ihre Jubel-Konfirmation feierten. 72 Konfirmanden von Gnadenkonfirmation (80 Jahre) bis Goldene Konfirmation (50 Jahre) listete die Übersichtsinformation der Stadtkirche auf.

Die beiden Frauen erinnerten sich nicht nur gerne an ihre Konfirmation zurück, sondern fühlen sich auch in ihrem lange andauernden Glauben bestätigt. "Es ist uns eine Ehre und eine schöne Erinnerung", sagten sie beide nahezu einstimmig. Sie wurden beide vor 70 Jahren konfirmiert (Kupferne Konfirmation). Elvira Frowein lobte den "schönen Gottesdienst", den Pfarrer Volker Lubinetzki mit viel Gefühl abgehalten hatte. "Er war festlich", sagte sie.

Monika und Gebhard Lehr, inzwischen längst ein Ehepaar, waren 1967 konfirmiert worden. "Aber wir waren damals noch nicht zusammen", sagte Gebhard Lehr. Für ihn und seine Frau sei es eine schöne Selbstverständlichkeit, eine Jubelkonfirmation zu erleben. Zumal seine Frau bereits mehr als 20 Jahre im Presbyterium diene. Zum einen sei es eine gute Gelegenheit, sich an damals zu erinnern, zum anderen stelle man fest, wie viele von damals "noch übrig geblieben sind" und nehme wahr, wie die Zeit und damit auch das Leben verstreiche.

Eckehardt Skopnick feierte ebenfalls seine Konfirmation vor 50 Jahren, obwohl er inzwischen "bewusst" aus der Kirche ausgetreten ist und sich zum Buddhismus bekennt. "Ich bin nach wie vor religiös", sagte er. Das Zusammensein mit den Mädchen und Jungen von damals bereite ihm große Freude.

Das sei auch ein Zweck der Jubelkonfirmation, bestätigte Pfarrer Lubinetzki. "Die Jubelkonfirmation ist geprägt vom Wiedersehen, von Freude und dankbaren Erinnerungen an das Vergangene." Je älter der Mensch werde, desto mehr suche er wieder die Verbindung zur Kirche. Dafür biete die Jubelkonfirmation eine große Gelegenheit. Viele würden sich sogar die hierbei verliehenen Urkunden übers Bett hängen.

(bege)
 
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