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Klaus Junge
Junge Leute für Vereinsarbeit begeistern

Klaus Junge: Junge Leute für Vereinsarbeit begeistern
Klaus Junge ist neuer Vorsitzender des Stadtsportverbandes Wermelskirchen. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Der neue Vorsitzende des Stadtsportverbandes appelliert, mehr miteinander zu reden. So ließen sich Fehler vermeiden.

Herr Junge, Sie haben 2015 den WTV-Vorsitz in jüngere Hände abgegeben und wollten etwas kürzertreten. Jetzt sind Sie neuer Vorsitzender des Stadtsportverbandes - passt das zusammen?

Junge Ich wollte eigentlich mit 70 Jahren Schluss machen, aber das lässt sich nicht einhalten. Der WTV hat einen Jugendanteil von mehr als 60 Prozent, da musste dort auch der Vorsitz in jüngere Hände.

Wie lange können Sie sich vorstellen, den Stadtsportverband zu führen?

Junge: Ich übernehme den Vorstand ja mit dem vorhandenen Team. So ist also Kontinuität gesichert. Ich mache das erst einmal für zwei Jahre - danach müssen wir schauen. Natürlich ist das Vorhaben da, auch jüngere Leute für die Vorstandsarbeit im Stadtsportverband zu finden. Aber die Problematik, für solche ehrenamtliche Aufgaben jüngere Menschen zu begeistern, ist hinlänglich in allen Vereinen bekannt und bereitet überall Schwierigkeiten. Aber wir stellen die Weichen und arbeiten daran.

Mit dem 50-jährigen Sven Dicke als ihrem Nachfolger im Amt des zweiten Vorsitzenden haben Sie möglicherweise jemanden gefunden, der lange im Vorstand aktiv sein kann?

Junge Mit Sicherheit, wir sind froh, dass er sich dazu bereiterklärt hat. Außerdem ist es sehr gut, dass auch einmal jemand aus einem Verein einer sogenannten Rand-Sportart wie Judo im Vorstand des Stadtsportverbandes vertreten ist.

Worin sehen Sie die Hauptaufgabe des Stadtsportverbandes, und woran müssen und wollen Sie künftig unbedingt arbeiten?

Junge Im Rahmen des Sportausschusses arbeiten wir an der politischen Meinungsbildung mit - darauf richten wir ständig unser Augenmerk. Unsere tagtägliche Aufgabe ist darüber hinaus die Planung, wie und wann und von welchem Verein welche Sporthalle belegt wird sowie die damit verbundene Abrechnung der Hallennutzungsgebühren. Allerdings: Wir kümmern uns als Stadtsportverband um die Wochentage von montags bis freitags - an den Samstagen und Sonntagen ist das städtische Amt für Gebäudemanagement zuständig. Bei dieser Koordination muss die Kommunikation besser werden, da hat es in jüngster Zeit Pannen gegeben. Es kann nicht sein, dass eine einem Verein zugesagte Halle am Samstagvormittag dann doch plötzlich anderweitig belegt ist und es auch keine Ausweichlösung gibt. Dann stehen die Sportler ziemlich dumm vor der Tür. Wenn mehr und besser miteinander gesprochen wird, lassen sich solche Dinge vermeiden.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zeit als Vorsitzender des Stadtsportverbandes?

Junge: Ich wünsche mir, dass die bestehende, vernünftige Zusammenarbeit mit den Vereinen weitergeht und natürlich eine vernünftige Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung - dazu wollen wir beitragen. Mein Motto ist da ganz einfach: Sprechenden Menschen kann geholfen werden.

STEPHAN SINGER FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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