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Wermelskirchen
Kabarettist Butzko erklärt in der Katt die Welt

Wermelskirchen. "Schön, dass Sie gekommen sind", sagte HG. Butzko am Freitagabend in der Katt, "aber warum eigentlich? Kann man über politisches Kabarett überhaupt lachen?" Hans-Günter Butzko empfahl, den echten Politikern zuzuhören, denn deren Witze seien nicht zu toppen. Dann legte er los, um das ganze Elend zu erklären und Zusammenhänge aufzuzeigen. Darauf versteht sich HG. Butzko richtig gut. "Genau richtig für normale Bürger", sagte Besucher Norbert Günther, "nicht so kompliziert und anstrengend wie andere politische Kabarettisten aber auch nicht einfach oder platt." Butzkos Fazit zur AfD: "Wer AfD wählt, lutscht auch an einer Klobürste, wenn ihm in einer Kneipe das Bier nicht schmeckt." Dann fragte er nach dem Unterschied zwischen "Pegida-Patrioten" und Patriot-Raketen. "Die Raketen haben einen intelligenten Suchkopf."

Die Forderung von rechten Politikern in Europa nach Einführung der Todesstrafe kommentierte Butzko lachend: "Tolle Idee! Die Todesstrafe für Selbstmordattentäter!" Mitglieder der ostdeutschen Pegida-Bewegung wollen keine Zustände wie in Westdeutschland. "Das hättet ihr euch 1989 überlegen sollen", sagte Butzko. Alle bekamen ihr Fett weg. Und was tut die Kanzlerin? "Erst mal nix und dann abwarten." SPD übersetzte Butzko mit "Sehr Peinliche Deppen" und fügte ein Zitat des ehemaligen Bundeskanzlers Willi Brandt an: "Vier bis fünf Flaschen Wein im Keller sind wenig. Vier, fünf Flaschen im Kabinett sind viel." Fazit des Abends: Viel gehört, vieles verstanden und viel gelacht.

(wsb)
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