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Wermelskirchen
Kälteres Wetter würde auch die Forstwirte jubeln lassen

Nicht nur die hiesigen Landwirte hoffen darauf, dass die für die kommenden Tage angekündigten Minusgrade auch kommen werden. Auch dem Wald würden sinkende Temperaturen und Frost momentan sehr gut tun, wie Regionalforstamtsleiter Günter Dieck unserer Redaktion bestätigt. "Die milden Temperaturen der vergangenen Wochen sind schon ein wenig abnorm. Man muss der Natur zwar zutrauen, dass sie auch das aushält, aber wenn es so weiter ginge, hätte das schon negative Auswirkungen."

Denn durch fehlende Frostwetterlagen könnten sich Schädlinge, die bei Minusgraden ansonsten absterben würden, ungehindert im Wald ausbreiten. "Da gehören nicht nur der Eichenprozessionsspinner oder der Borkenkäfer, sondern auch viele Pilze zu. Diese Schädlinge können die Bäume und Pflanzen angreifen und so das ökologische Gleichgewicht durcheinanderbringen", sagt Dieck.

Gefrorener Boden würde zudem auch die Arbeit der Forstwirte erleichtern. "Im Moment sind die Böden einfach zu weich, wir kommen mit unseren schweren Maschinen überhaupt nicht mehr in den Wald hinein, um kranke Bäume zu entfernen." Daher seien die für die nächsten Tage angekündigten Minusgrade bei Diecks Kollegen sehr willkommen.

Die milden Temperaturen der vergangenen Wochen hatten in den hiesigen Wäldern für verstärkte Probleme gesorgt, denn auch viele Wildtiere waren für die Jahreszeit ungewöhnlich aktiv und vermehrten sich explosionsartig. Das wiederum könne im Frühjahr zu weiteren Problemen führen, sagte Dieck.

(p-m)
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