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Wermelskirchen
Kämmerer kritisiert Hallenbad-Pläne

Wermelskirchen. Grundsätzlich befürwortet Bernd Hibst die Entscheidung, von einer unwirtschaftlichen Sanierung des Quellenbades abzusehen und stattdessen ein neues Bad zu bauen. "Das ist aus meiner Sicht absolut sinnvoll", sagt der Kämmerer auf Anfrage unserer Redaktion. Von Sebastian Radermacher

Er kritisiert allerdings die jetzt für den Sportausschuss vorgelegte Kostenschätzung für einen Neubau. Demnach würde ein neues Hallenbad - je nach Größe und Ausstattung - zwischen 7,6 und 11,3 Millionen Euro kosten. Wobei diese Summen überhaupt nur 85 Prozent der Gesamtkosten abbilden.

"Hinsichtlich einer konkreten Investitionsentscheidung für eine bestimmte Größe und Ausstattungsvariante liegen noch keine hinreichenden Planungsgrundlagen vor", sagt Hibst. Er geht davon aus, dass zum Beispiel für die von der Verwaltung favorisierte mittlere Variante die Kosten von 8,3 auf mehr als zehn Millionen Euro steigen werden. Der Kämmerer fordert im Vorfeld des politischen Ausschusses am kommenden Mittwoch, dass neben den Investitionskosten vor allem auch die Folgekosten eines neuen Hallenbades berücksichtigt werden müssen.

"Unterschiedliche Ausstattungsstandards, zum Beispiel ein Sprungbrett mit einer Höhe von drei Metern, einem Lehrschwimmbecken mit Hubboden, Massagedüsen etc. sind bei den Folgekosten nicht unerheblich", mahnt der Kämmerer. Er nennt das Beispiel: "Aufgrund eines Sprungturmes sind zum Beispiel eine andere Gebäudehöhe und in diesem Bereich auch eine andere Beckentiefe erforderlich, was das Volumen des zu beheizenden Raumes deutlich verändert."

Hibst appelliert an die Politiker, dem Vorschlag des Architekten der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen zu folgen. Dieser regt an, eine Prognose der Betriebskosten über einen Zeitraum von 25 Jahren mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit zu erstellen, diese dem bisherigen Status quo gegenüberzustellen und erst dann eine konkrete Entscheidung für einen Neubau zu treffen.

Der Kämmerer weist nochmals darauf hin, dass er in den vergangenen Jahren immer wieder auf die erforderliche Wirtschaftlichkeit eines Neubaus hingewiesen habe. Man sollte sich beim Bau und Betrieb auf das Notwendige beschränken.

Quelle: RP
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