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Wermelskirchen
Kaffee, Kuchen und Gemütlichkeit

Wermelskirchen: Kaffee, Kuchen und Gemütlichkeit
Gastraum im Landhausstil: 95 Plätze stehen zur Verfügung. FOTO: J. Moll
Wermelskirchen. Familie Bauer eröffnet am 28. September ihre neue Filiale an der Telegrafenstraße. Das Ambiente ist sehr einladend. Von Theresa Demski

Christian Bauer lässt seinen Blick durch den Raum schweifen. "Ich habe viel Fantasie. Ich wusste immer, wie es aussehen sollte", sagt er. Inzwischen ist das neue Café an der Telegrafenstraße fast fertig. Am Mittwochabend feierte Familie Bauer mit Geschäftspartnern, den neuen Nachbarn und den Handwerkern ein erstes Fest in den neuen Räumen der Landbäckerei. "Die Menschen sind lange geblieben und haben sich wohl gefühlt", sagt Mit-Geschäftsführer Christian Bauer, "genau das haben wir uns gewünscht." Und deswegen herrscht nun die Zufriedenheit, aber auch ein bisschen Stolz, nach den Mühen der vergangenen Wochen.

Die 300 Quadratmeter tragen die Handschrift des Mit-Geschäftsführers. Zwei Jahre lang hat Familie Bauer mit geplant, gedacht und gestaltet. "Es sollte eine Kombination aus Gemütlichkeit und Qualität werden", sagt Bauer. 95 Plätze im Innenbereich und 80 Plätze unter freiem Himmel sind entstanden - 30 davon im Innenhof, 50 vor dem Haus. Bei schönem Wetter wird das Frühstück im Innenhof serviert, der bis mittags in der Sonne liegt. Gleich nebenan können Menschen Geburtstag oder einen Hochzeitsempfang feiern oder das Reuessen nach einer Beerdigung ausrichten. Währenddessen kann der Café-Betrieb weiterlaufen. Die Ideen, die Familie Bauer für ihr Café hatte, spüren die Kunden an jeder Ecke: Lampen, Möbel, Pflanzen, Bilder und auch die Gestaltung der Toiletten im Untergeschoss erzählen von der Liebe zum Detail.

Frühstück, Mittagessen, Kaffeetrinken und ab Frühling auch Eis: Die Speisekarte ist lang, die Öffnungszeiten sind es auch. Morgens um 6 Uhr geht es los, um 18.30 Uhr schließen Küche und Cafè. Wer es bis dahin genau wissen will, der kann bei der Zubereitung der herzhaften Speisen zusehen. Ob Currywurst oder Burger: Hinter einer Glasscheibe wird gebrutzelt. "Von Laden zu Laden entwickelt man sich weiter", sagt Christian Bauer, "das hier soll unser Flaggschiff werden." Auch deswegen war Familie Bauer dieses Mal selbst Bauherr und ist nun Eigentümer des Cafés und der Mietwohnungen in den oberen Geschossen.

Angst vor Konkurrenz hat Christian Bauer angesichts der Gastronomie-Kollegen an der Telegrafenstraße nicht: "Ich glaube, es ist gut für Wermelskirchen, wenn es ein großes Angebot und Außengastronomie gibt", sagt er, "das zieht noch mehr Kunden in die Stadt." Er sehe das als eine Gemeinschaftsleistung. Und deswegen ist er sicher, dass sich die Kollegen genauso wie das neue Café halten können. "Jeder von uns setzt einen anderen Schwerpunkt", sagt er, "und es gibt Städte, in denen es noch viel mehr Bäcker und Konditoren gibt." Das sei ein Gewinn.

Sonne bis mittags: Im Innenhof wird das Frühstück serviert. FOTO: Moll Jürgen

Noch stehen Probeläufe, Einweisungen in technische Geräte und letzte Feinarbeiten auf dem Programm. Das neue Café eröffnet am 28. September, am Abend zuvor schließt die Bäckerei in der Passagen - nach 20 Jahren. In der ersten Woche begleitet die Familie den Neuanfang an der Telegrafenstraße noch intensiv, unterstützt die Mitarbeiter beim Ankommen. Danach wird Christian Bauer zum ersten Mal nach vielen Monaten wieder durchatmen. Freie Wochenenden gab es keine in dieser Zeit. Aber der Einsatz habe sich gelohnt, sagt er. Ein Wunsch bleibt: "Es wäre schön, wenn sich die Menschen bei uns wohlfühlen und wiederkommen."

Quelle: RP
 
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