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Wermelskirchen
Karneval endlich wieder im "Dorf-Gürzenich"

Wermelskirchen: Karneval endlich wieder im "Dorf-Gürzenich"
Auch der Nachwuchs der Grunewalder (hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr) wird sich freuen, dass die Mehrzweckhalle wieder frei ist. FOTO: Moll (Archiv)
Wermelskirchen. Der Festausschuss Dabringhausen kann für die nächste Session wieder fest mit der Mehrzweckhalle planen. Die Termine laufen in gewohnter Manier ab. Für Altweiber könnte es womöglich Änderungen geben. Von Stephan Singer

Auch wenn die Mehrzweckhalle sicherlich nicht mit dem Charme des Kölner Gürzenich aufwarten kann, ist sie für die Dabringhauser der liebgewonnene Karnevalsfeiertempel schlechthin, mit dem sich die Narren aus dem Dorf identifizieren. Deshalb freut sich der Festausschuss Dabringhausen als Veranstalter des närrischen Treibens darüber, für die kommende Session wieder voll und ganz mit der Mehrzweckhalle als Austragungsort planen zu können. Im Sommer sei man durchaus noch nervös und unsicher gewesen, nun laufe aber alles in gewohnten Bahnen, bestätigt der Festausschuss-Vorsitzende Peter Eickhoff im Gespräch mit unserer Redaktion.

"Als es im Sommer hieß, dass doch mehr Flüchtlinge als ursprünglich erwartet in Wermelskirchen untergebracht werden müssen, sind wir natürlich noch einmal nervös geworden. Da war ja auch noch nicht klar, wie schnell der Rückbau der Erstaufnahme in der Mehrzweckhalle vonstatten gehen würde", sagt Eickhoff. Die Stadt und die beauftragten Unternehmen hätten jedoch sehr gut gearbeitet. "Wir haben die Mehrzweckhalle besichtigt - von unserer Seite gibt es nichts zu bemängeln", sagt Eickhoff.

Deshalb werde bereits das Herbstfest, bei dem das neue Dreigestirn der Öffentlichkeit vorgestellt wird, am Sonntag, 30. Oktober, im Foyer der Mehrzweckhalle stattfinden. Ebenso steigt die Prinzenproklamation am 12. November im traditionellen "Dorf-Gürzenich". Zwischenzeitlich steht dann noch die Einweihung der Hofburg für das Dreigestirn und Gefolge sowie Altstadtgarde am 5. November im Hotel "Zur Post" an: Trotz des Pächterwechsels bleibe am traditionellen Hofburg-Standort alles wie gewohnt. "Mit dem neuen Betreiber ist das eine Premiere in dieser Session. Wir haben einen sehr positiven Eindruck", sagt der Festausschuss-Vorsitzende.

Er ist froh: "Wir können in der anstehenden Session wieder feiern, wie wir es gewohnt sind und hoffen, dass es wieder so wird, wie es war." Die Ausweichveranstaltungen im Bürgerzentrum in der vergangenen Karnevalssession seien zwar "atmosphärisch sehr schön" gewesen, altbekannte Stammgäste aus Dabringhausen hätten aber in der Wermelskirchener Innenstadt gefehlt. Rückblick: In der vergangenen Session hatte der Festausschuss wegen der Belegung der Mehrzweckhalle die Prinzenproklamation und am Karnevalswochenende die Feier "Wir unter uns" zweimal hintereinander ins Bürgerzentrum verlegt. Die Altweiberparty fiel aus. "Wir wollten soweit wie möglich an unseren Veranstaltungen festhalten, sind jedoch unter dem Strich mit einem Minus geendet. Der Mehraufwand hat zu deutlich höheren Kosten geführt", sagt Peter Eickhoff. Der Festausschuss zählt nun darauf, die kommenden Session zumindest mit einer schwarzen Null abschließen zu können.

Über das Konzept des Altweiberabends werde innerhalb des Festausschusses noch gesprochen, hier hatten die Organisatoren zuletzt mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. "Überlegungen für Veränderungen laufen, sind aber noch nicht abgeschlossen", betont Eickhoff.

Zum Höhepunkt des Karnevals sind in gewohnter Manier am Sonntag vor dem Karnevalswochenende (19. Februar) der Kinderkarneval, am 23. Februar der Altweiberabend und am Samstag, 25. Februar, die Veranstaltung "Wir unter uns" in der Mehrzweckhalle terminiert. Der Rosenmontagszug im Dorf macht sich am 27. Februar auf den Weg.

Hatten die Jecken denn einen Plan B, falls die Mehrzweckhalle doch nicht zur Verfügung stehen würde? Ja, den gab es. Zur Sicherheit hatte der Festausschuss seine Traditionstermine im Bürgerzentrum reserviert. "Das wäre unsere einzige Alternative gewesen, wenn die Mehrzweckhalle noch nicht verfügbar gewesen wäre", sagt Peter Eickhoff.

Quelle: RP
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