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Wermelskirchen
Neue Chefin für den "Zoch" im Dorf

Karneval Wermelskirchen 2016: Elke Fröhlingsdorf ist die neue Chefin
Elke Fröhlingsdorf tritt als Zugleiterin die Nachfolge von Wolfgang Gockel an, der aus Altersgründen etwas kürzer tritt. FOTO: Nico Hertgen
Wermelskirchen. Elke Fröhlingsdorf ist ab sofort für den reibungslosen Ablauf des Rosenmontagszugs in Dabringhausen verantwortlich. Die 39-Jährige freut sich auf ihre neue Aufgabe - und auf das erste Kölsch, wenn ihr Premieren-"Zoch" beendet sein wird. Von Stephan Singer

Sollte es im Dabringhausener Karneval einmal ein rein weibliches Dreigestirn geben, könne sie sich vorstellen, mit dabei zu sein, sagt Elke Fröhlingsdorf und lächelt. Die 39-Jährige ist die neue Zugleiterin des Festausschusses und damit in Zukunft verantwortlich für den reibungslosen Ablauf des etwa zweieinhalbstündigen Rosenmontagszugs im Dorf. "Ich bin gerne im Karneval aktiv, aber auch ganz gerne nicht an der ,Front', sondern in zweiter Reihe", sagt sie bei ihrer offiziellen Vorstellung.

Gleich auf zwei entscheidenden Positionen vollzieht der Festausschuss in der kommenden Session einen Generationswechsel: Als Zugleitung folgt Elke Fröhlingsdorf auf Wolfgang Gockel, als technischer Leiter übernimmt Dirk Böse die Aufgaben von Heiner Büngen. Letzterer kümmert sich nun vor allem darum, dass bei den Karnevalsveranstaltungen in der Mehrzweckhalle Dabringhausen mit der (Bühnen)-Technik alles glatt läuft.

FOTO: Dörner, Hans (hdo)

Weil Gockel und Büngen nach mehr als 20-jähriger Tätigkeit aus Altersgründen einen Schritt kürzer treten, ist der Festausschuss-Vorsitzende Peter Eickhoff froh, mit den Nachfolgern bewährte Kräfte gefunden zu haben. So organisiert Elke Fröhlingsdorf bereits seit 2007 federführend den Kinderkarneval im Dorf, was sie auch weiterhin machen wird. Beruflich arbeitet Fröhlingsdorf als Vermessungstechnikerin bei einem örtlichen Energieversorger, ist darüber hinaus als Fördervereins-Vorsitzende des städtischen Kindergartens Bussardweg ehrenamtlich engagiert.

Als neue Zugleiterin erlebt Elke Fröhlingsdorf am 8. Februar 2016 ihre Premiere. Die in Dabringhausen wie der "bunte Hund" Bekannte wird sich in den kommenden Tagen bei den organisatorischen Partnern des Rosenmontagszugs wie Polizei oder Ordnungsamt persönlich vorstellen - "das gehört einfach zum guten Ton", sind sich Fröhlingsdorf und Eickhoff einig.

Da Karneval im kommenden Jahr auf einen frühen Termin fällt, geht es für Elke Fröhlingsdorf spätestens ab Anfang Oktober, wenn das Dabringhausener Motto für die Session 2015/16 beschlossen worden ist, in die heiße Phase der Organisation. "Bis zum Jahreswechsel muss eigentlich alles stehen", betont Elke Fröhlingsdorf. Per Telefon und E-Mail sind alle Anfragen und Anmeldungen zu klären, außerdem müssen Teilnahme-Erklärungen geprüft werden. "Im neuen Jahr kommen dann noch Nachzügler, die Reihenfolge der Gruppen und Wagen im Zug muss sinnvoll festgelegt werden - und am Rosenmontag müssen vormittags alle Papiere der Teilnehmer noch einmal kontrolliert werden", erklärt die Zugleiterin. Angst hat sie vor ihrer neuen Aufgabe nicht: "Der Posten flößt schon Respekt ein, ich bin aber weder ängstlich noch unsicher. Es gibt hier bei allen Aktiven einen starken Zusammenhalt. Außerdem steht mir mein Vorgänger Wolfgang Gockel beratend zur Seite. Und familiären Rückhalt habe ich auch, denn mein Mann unterstützt mich."

Elke Fröhlingsdorf ist in Wöllersberg aufgewachsen, lebt mit Ehemann Stefan und ihrem elfjährigen Sohn in Dabringhausen. Alle sind karnevalsbegeistert: "Ich wurde schon von Kindesbeinen an durch meine Eltern mit dem Narren-Virus infiziert. Ich liebe die kölsche Musik, das Verkleiden und dass im Karneval jeder gleich ist."

Die neue Zugleiterin freut sich bereits jetzt auf das erste Rosenmontags-Kölsch nach dem Zug, wenn alle Anspannung abfällt. "Das Bier bringe ich ihr dann persönlich", kündigt Peter "Zausel" Eickhoff an.

Quelle: RP
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