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Wermelskirchen
Katt nimmt Vorbildfunktion ein

Wermelskirchen. 25 Jahre Katt: 150 bis 180 Kinder nutzen den Nachmittagsbereich. Von Walter Schubert

Die "Kinderstadt", die zum zehnten Mal (11. bis 23. Juli) stattfindet, ist das Aushängeschild der Kinder- und Jugendarbeit der Kattwinkelschen Fabrik. "Das ist vorbildhaft für ganz NRW", sagt Dezernent Jürgen Graef. Katt-Leiterin Eva Maria Ponsar berichtet von mehreren Sponsoren, die sich "freiwillig" für eine Beteiligung melden.

Doch die Kattwinkelsche Fabrik leistet im Kinder- und Jugendbereich viel mehr, und vieles sei nach Ansicht von Ponsar in der Bürgerschaft nicht bekannt. Jan Marquardt, der mit Myra Faubel für den Kinderbereich zuständig ist, berichtet von 150 bis 180 Kindern, die wöchentlich das Angebot nutzen. Der Kinder- und Jugendbereich richtet sich an die Altersgruppen von fünf bis 18 Jahren. Der offene Bereich ist immer dienstags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Kostenlos und ohne Anmeldung ist es ein beliebter Treffpunkt.

Darüber hinaus gibt es ein großes Angebot an Kursen und Workshops. Die Jugendkunstschule bietet Tanz, Hörspielproduktion, Gesang, Malkurse, Filmproduktionen, Theater oder Zeichenkurse an. Marquardt gerät ins Schwärmen, wenn er über den letzten Schnitz-Kursus berichtet. "Das Holz haben wir im Wald besorgt. Die Bearbeitung erfolgte mit Messern und Stechbeiteln. Die Kinder haben die Zeit und auch das Handy vergessen". Das komplette Angebot ist mit den angestellten Mitarbeitern nicht zu stemmen.

Im Jugendbereich hat sich die Konzertreihe "Couchgeflüster" etabliert. "Kleiner Raum, kleine Bühne, große Konzerte", sagen Tanja Schoeneweiß und Kolja Pfeiffer, die den Jugendbereich organisieren. "Wir können hier in der Katt neue Ideen ausprobieren im Rahmen unserer technischen, räumlichen und finanziellen Möglichkeiten", sagt Leiterin Ponsar. "Mit der Reihe Couchgeflüster haben wir ins Schwarze getroffen, und so streichen wir auch was zusammen." Für Disco-Veranstaltungen - bis auf Halloween und Karneval - gibt es aktuell keinen Bedarf mehr. Dafür entsteht dann spontan ein Kindertheater oder eine Fotoausstellung mit und über Flüchtlinge.

"Die Investitionen in die Kinder- und Jugendarbeit sind gut angelegt", ist Bürgermeister Bleek sicher und Ponsar spricht von "Präventionsarbeit". Erfolg und der Wert dieser Arbeit sind nicht in Euro oder Cent zu messen. Dezernent Graef fasst es zusammen: "Jedes Kind, dass glücklich und zufrieden nach Hause geht, ist das Geld wert".

Quelle: RP
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