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Wermelskirchen
Kein neuer Vorstand in Sicht - Aus für Förderverein?

Wermelskirchen. Wird der Förderverein an der Realschule aufgelöst, müsste auch die Toilettenbetreuung eingestellt werden. Von Udo Teifel

Das Ende der Realschule an der Rot-Kreuz-Straße ist abzusehen: Vier Jahrgänge werden dort derzeit unterrichtet. Danach werden dort mit dem Ende des Schuljahres 2018/2019 die Türen für immer abgeschlossen. Wichtiger Unterstützer von Schülern und Lehrern ist der im Jahre 2000 gegründete Förderverein. Doch das Engagement dieser wenigen Männer und Frauen steht auf der Kippe: Die Vorsitzende des Fördervereins, Kai Haas, und ihre Mitstreiterin im Vorstand, F. Nausedat, werden auf der heutigen Jahreshauptversammlung nicht mehr zu Wahl stehen. Findet sich kein Nachfolger, müsste der Verein zum Schuljahresende aufgelöst werden. Mit der Folge, dass wohl auch die Betreuung der Schultoilette damit enden würde.

"Wir haben 2013 den Vorsitz übernommen, damit sich der Verein nicht auflöst", sagte Kai Haas im Gespräch mit dieser Zeitung. "Es wurde uns zugesagt, dass wir weitreichende Unterstützung bekommen würden." Doch die blieb von den Eltern aus. Die Enttäuschung darüber ist aus ihren Worten zu entnehmen. Beide Frauen, so haben sie in der Einladung angekündigt, werden einen Strich unter ihr Engagement ziehen: "Wir sind beide zunehmend beruflich eingespannt."

Haas wird allerspätestens zum Ende des Schuljahres 2015/2016 ihr Amt niederlegen. Sollte sich in dieser Sitzung kein Nachfolger finden, müsste eine Neuwahl auf der Jahreshauptversammlung des Schuljahres 2016/2017 erfolgen. Haas: "Sollte sich bis dahin kein Ersatz finden, muss der Förderverein aufgelöst werden." Noch vorhandenes Geld in der Kasse würde dann - satzungsgemäß - an die Stadt fließen. "Das wäre schade", so Kai Haas, "weil auch die letzten beiden Jahrgänge verdient hätten, von diesen Geldern zu profitieren."

Eine weitere wichtige Frage, die auf der Jahreshauptversammlung heute zu klären ist: Was wird aus der Betreuung der Schultoilette? Derzeit zahlen Eltern freiwillig zehn Euro im Schuljahr, damit eine Toilettenaufsicht davon bezahlt werden kann und die Schüler auf saubere Toiletten gehen können. "Mit dieser Spende hat sich das Projekt immer getragen", sagt die Vorsitzende. Erst im Mai 2015 wurde mit Maria Weber eine neue Mitarbeiterin angestellt. Arbeitgeber ist der Förderverein, der die Kraft bezahlt. Wird der Verein aufgelöst, könnte dies auch das Ende für die Betreuungskraft bedeuten. "Die Eltern müssen uns schon ein Signal geben, ob die Betreuung der Schultoilette noch erwünscht ist", sagte Haas.

Im Rückblick zeigte sie sich erfreut darüber, dass es geschafft worden sei, "allen Schüler die Teilnahme am Präventionsprogramm Prima Klima" teilnehmen zu lassen. Auch die letzte Skifreizeit sei bezuschuss worden.

Quelle: RP
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