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Aus Der Kinderstadt
Keine Pause in der Pause - trotzdem sind die Helferinnen begeistert

Wermelskirchen. Für Linda Bersch und Rebecca Stoll gehen am heutigen Samstag zwei besondere Wochen zu Ende. Die zwei Kinderstadt-Betreuerinnen freuen sich jedes Jahr auf ihren ausgefallenen Ferienjob, sind seit drei beziehungsweise vier Jahren mit von der Partie. Und ein wenig stolz dürfen sie obendrein sein, denn die Kinder der Kinderstadt hatten über ihren Stadtrat ein Wörtchen mitzureden, welche Mitglieder des Betreuerteams denn an dieser Stelle einmal näher vorgestellt werden - und ihre Wahl fiel auf Linda Bersch und Rebecca Stoll. Von Bm-Autor Stephan Singer Begleitet Die Zehnte Kinderstadt Mit Einer Täglichen Kolumne.

"Wir kennen uns, wir sind ein eingespieltes Team", sagt die 22-jährige Linda Bersch. Und Rebecca Stoll (20) fügt hinzu: "Wir waren beide schon für den Kindertreff in der Katt tätig, haben uns darüber kennengelernt und sind so zudem mit der Kinderstadt in Verbindung gekommen." Rebecca hat mit 13 Jahren als Babysitter angefangen. "Seither arbeite ich immer nur mit Kindern und will gar nichts anderes." Sie kehrte gerade von einem einjährigen Au-Pair-Aufenthalt in den USA zurück - im November will sie wieder dorthin: Dann steht in den Vereinigten Staaten ein Studium an, das mit dem hiesigen Grundschullehramt und Sonderpädagogik vergleichbar ist. Zuvor beendete Stoll eine Ausbildung zur Erzieherin. Linda Bersch studiert bereits in Bochum Soziale Arbeit. Nach dem Fachabitur verbrachte sie ein Jahr für den Bundesfreiwilligendienst in der Katt.

Die beiden Betreuerinnen wissen sehr auch um handfeste Gründe, die für ihr Engagement sprechen: "Das lässt sich als Praktikum zum Beispiel für ein Studium anerkennen. Außerdem macht sich das im Lebenslauf gut. Und wir lernen für den beruflichen Weg."

Die beiden Betreuerinnen - Rebecca Stoll war in diesem Jahr im Bürgerbüro tätig, Linda Bersch kümmerte sich um die Nähwerkstatt - haben sichtlich Freude an der Kinderstadt. "Die Kinder entscheiden selbst, worauf sie Lust haben. Sie können sich frei bewegen, können mitentscheiden", stellt Linda heraus. Für Rebecca ist die "kumpelhafte" Basis, auf der Betreuer und Kinder miteinander umgehen, ein besonderes Highlight der Ferienaktion: "Es ist super, die tolle Entwicklung der Jungen und Mädchen innerhalb der zwei Wochen zu erleben. Anfangs sind sie zurückhaltend, dann werden die Kinder immer lockerer und fühlen sich wie zu Hause." Natürlich sei die Betreuung während der zwei Wochen anstrengend. "Die Kinder fordern uns, was auch so sein soll. Es gibt selbst in der Pause keine Pause", sagt Bersch mit einem Lächeln.

Für Linda Bersch steht bereits jetzt fest: "Ich bin im kommenden Jahr sehr gerne wieder dabei." Und auch Rebecca Stoll kann jetzt schon sagen: "Wenn ich in dieser Zeit aus Amerika nach Deutschland kommen kann, werde ich hier wieder als Betreuerin tätig sein."

Quelle: RP
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