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Wermelskirchen
Kinder schätzen Vielfalt der Sportwoche

Wermelskirchen: Kinder schätzen Vielfalt der Sportwoche
Spiel, Spaß und Freude an der Bewegung: Die Mädchen und Jungen können bei der Sportwoche in unterschiedliche Sportarten reinschnuppern und feststellen, woran sie mehr Spaß haben. FOTO: jürgen moll
Wermelskirchen. 25 Jungen und Mädchen nehmen gerade an der fünftägigen Ferienaktion des Stadtsportverbandes teil. Übungsleiter von Wermelskirchener Vereinen trainieren spielerisch unterschiedliche Sportarten mit den Sieben- bis Zwölf-Jährigen. Von Stephan Singer

Sich gegenseitig beim "4er-Ball" abwerfen, ist ein lustiges, aber auch anstrengendes Vergnügen, bei dem einem schnell die Puste ausgehen kann. Allerdings haben die Kinder, die zur Zeit an der Sportwoche des Stadtsportverbandes teilnehmen, nach allen Spielen die Gelegenheit zu einer kurzen Pause. Und die ist nötig, denn das als Ferienaktion konzipierte Ganztagesprogramm ist vollgepackt mit sportlichen Aktivitäten von morgens bis nachmittags.

Um den Jungen und Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren ein abwechslungsreiches Angebot zu machen, betreuen Übungsleiter vom Ski Club, SV 09/35, TuS, WTV und Tura Pohlhausen-Tennis die Kinder abwechselnd an den fünf Tagen der Sportwoche, die am kommenden Freitag mit einem gemeinsamen Grillfest am Vereinsheim vom Tennisclub Grün-Weiss am Vogelsang endet, wo die Teilnehmer während der Woche auch täglich ein Mittagessen bekommen.

"Die Kinder können in viele unterschiedliche Sportarten hineinschnuppern und feststellen, was ihnen liegt oder nicht liegt", sagt TuS-Trainer Carsten Kuhlwilm. Der 58-Jährige blickt auf seine Gruppe, die gerade in der Sporthalle an der Schuberthalle auf Tore schießt, und lacht. "Vielleicht findet sich ja hier ein neuer Beckenbauer." Kuhlwilm, der beruflich als Lehrer arbeitet, lobt das Engagement von Stadt und Stadtsportverband für die Sportwoche und sieht einen tieferen Sinn, der über Spiel und Spaß hinausgeht: "Bewegung macht Freude. Leider gibt es Kinder, die das erst hier entdecken. Und Sport hat einen erzieherischen Effekt: Die Kinder lernen, sich im Gruppenkontext zu benehmen", sagt er. So freut es den Pädagogen zu sehen, wenn beispielsweise handballerfahrene Kinder den in dieser Sportart unerfahrenen Mädchen und Jungen mit Tipps zur Seite stehen. Die Beteiligten hätten mit der Sportwoche ein System entwickelt, mit dem im Bereich des Möglichen etwas Sinnvolles bewegt werde.

Nicht alltägliche Vergnügen wie Rollbrett- und Pedalo-Fahren zeigte Übungsleiterin Imogen Heihaus mit Tochter Nele den Kindern. Die Betreuerinnen hatten auch selber Spaß an der Freud': "Alle machen super mit. Die Mädchen und Jungen finden es natürlich spannend, wenn wir Geräte wie ein Trampolin oder Kletterseile einsetzen", sagte sie.

Das bestätigten die Schwestern Katharina (elf Jahre) und Verena (acht), die sportbegeistert sind, aber als Schwimmerinnen ansonsten eher weniger mit Turn-Utensilien zu tun haben. "Hier gibt es ganz neue Dinge für uns", sagte Katharina und zeigte einen Salto vorwärts über das Trampolin. Ebenfalls sportlich im Wasser unterwegs ist üblicherweise der elfjährige Justin, dem die Vielfalt der Sportwoche gefällt. "Wir machen coole Spiele." Er wolle aber erst einmal nicht die Sportart wechseln, sondern auf jeden Fall dem Schwimmen treu bleiben. Eine Überraschung der Eltern war die Sportwochen-Teilnahme für die neunjährige Sophia, die sich der Leichtathletik verschrieben hat und überzeugend lächelte: "Diese Überraschung hat mich sehr gefreut."

Quelle: RP
 
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