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Drk-Familienzentrum "wunderwelt"
Kinder werden zu Bauchnabel-Freunden

Drk-Familienzentrum "wunderwelt": Kinder werden zu Bauchnabel-Freunden
Autor Bert Gigas präsentierte den Kindern im DRK-Kindergarten "Wunderwelt" gestern sein Buchprojekt "Der Bauchnabel". Die Veröffentlichung des Buches möchte er über eine "Crowdfunding"-Aktion finanzieren. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Clemens war total begeistert: "Das war toll mit dem Bauchnabel", sagte er. Gemeinsam mit 25 weiteren Kinder sowie einigen Erziehern und Eltern erlebte Clemens die Autorenlesung zum Bilderbuch "Der Bauchnabel" im DRK-Kindergarten und Familienzentrum "Wunderwelt" an der Berliner Straße. Dabei wohnten die Jungen und Mädchen gleich einer Premiere bei, denn der Wermelskirchener Autor Bert Gigas stellte das Projekt erstmals in dieser Form öffentlich vor.

Der 41-Jährige arbeitete mit dem Illustrator David Jäger, der aus Wermelskirchen kommt, aber inzwischen in Berlin lebt, ein Jahr lang an "Der Bauchnabel". Das Buch selbst ist noch gar nicht erschienen: Über sogenanntes "Crowdfunding" (Vorbestellungen und Spenden) will das Duo den 40-seitigen Band veröffentlichen. "Wir brauchen etwa 4500 Euro für eine erste Auflage von 600 Exemplaren im Hardcover. Die Crowdfunding-Aktion läuft noch 53 Tage, bisher haben wir etwa 1000 Euro zusammen", sagte Gigas. Und weiter betonte der Pädagoge, der sich im Bereich "Geschichtenerzählen" regelmäßig weiterbildet: "Wir sind inzwischen so mit dem Projekt verschmolzen, dass wir das Buch auch so, wie wir es erdacht haben, auf den Markt bringen wollen - ohne dass uns Verlage hineinreden." Für Gigas und seinen Mitstreiter Jäger ist klar: "Das Buch begeistert nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene."

In der "Wunderwelt" bestätigte dies der fünfjährige Emil kurz und knapp: "Eine gute Geschichte!" Nachdem Bert Gigas seine "Bauchnabel"-Geschichte erzählt hatte (die Illustrationen dazu projizierte er mit einem Computer auf eine Leinwand), durften die Kinder auf vorgefertigte Sprechblasen-Pappen "ihren" Bauchnabel-Typ schreiben und sich dann damit fotografieren lassen. Emil entschied sich wie viele der anderen Kinder für "Herz-Bauchnabel". Ebenfalls sehr beliebt: "Kitzel-Bauchnabel". Eher ausgefallen waren da die "Fußball-" und "Lach-Bauchnabel" oder Lolas "Bauchnabel-Musik". Clemens entschied sich gar für "Ich-weiß-nicht-Bauchnabel". Schließlich war allen klar: "Wir sind Bauchnabel-Freunde!" Denn die Moral der Geschichte "Der Bauchnabel", die erzählt, dass Menschen, die sich lieb haben, zu einer besseren Zeit am Bauch zusammengewachsen waren und dann irgendwann egoistisch und dadurch getrennt wurden, verstanden alle Kinder: Jeder Bauchnabel ist individuell einzigartig, findet aber immer sein passendes Gegenstück, weil es zusammen besser ist.

Weitere Informationen zum Buch, das 16 Euro kostet, und der "Crowdfunding"-Aktion unter dem Motto "Be part of art" (engl.: "Sei Teil von Kunst") gibt es online unter www.startnext.com/bauchnabel.

STEPHAN SINGER

Quelle: RP
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