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Wermelskirchen
Kinderstadt endet mit einem großen Fest

Wermelskirchen: Kinderstadt endet mit einem großen Fest
Auf der Bühne in der kleinen Halle der Katt zeigten die Kinder, was sie in den vergangenen zwei Wochen in der Kinderstadt einstudiert hatten. FOTO: Schubert
Wermelskirchen. Die Kinder zeigten, was sie einstudiert und erlebt hatten. Die Vorfreude auf 2018 ist bereits groß. Von Walter Schubert

Die Kinderstadt 2017 in der Katt ist Geschichte: Am Samstag endete die große Ferienaktion für 230 Jungen und Mädchen mit einem großen Familienfest. Eltern, Großeltern und Geschwister konnten sehen und erleben, was die Kinder in den vergangenen zwei Wochen in der "elternfreien Zone" gemacht, einstudiert und erlebt hatten. Bei einer großen, abwechslungsreichen Show in der kleinen Halle zeigten die Kinder ihr Können. Zirkus, Tanz, Trommelgruppe, Akrobatik, Gesang und sogar ein kleiner selbstgedrehter Film sorgten für Staunen und reichlich Applaus.

Für den neuen Beigeordneten Stefan Görnert, als Vertreter der Stadtverwaltung vor Ort, war es der erste kleinere Auftritt auf der Katt-Bühne. Er war beeindruckt und dankte allen, die zum Gelingen beigetragen hatten. "Ich habe ein ganz tolles Netzwerk, eine ganz tolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt, den Firmen, den Vereine und den vielen Ehrenamtlichen erlebt", lobte Görnert.

Viele Kinder hatten noch ein Guthaben an "Katt-Talern". Diese Kinderstadt-Währung war der Lohn für ihre "Arbeit" in den verschiedenen Werkstätten. "Ich habe in verschiedenen Abteilungen mitgemacht", erzählte Dorian ("fast zehn Jahre alt") und fügte an: "Die Taler müssen jetzt weg." Er kaufte eine Brillentasche und einen Schlüsselanhänger aus der Nähwerkstatt. Auch tolle Vogelhäuschen, die in der Schreinerwerkstatt des Hegerings Wermelskirchen entstanden waren, standen zum Verkauf.

Fast schon wie auf einem Messestand wurden die Metall-Mühlespiele am Stand der Firma Ortlinghaus präsentiert. Nicht zum Verkauf standen Falken, Waldkäuzchen und Uhu, die der Verband Deutscher Falkner mitgebracht hatte. Ganz ruhig saßen die Tiere auf dem Lederhandschuh und ließen sich von den Besuchern sogar streicheln. Immer wieder sorgte das besondere Kopfdrehen für Erstaunen. "Die Augen stehen fest. Die Tiere haben vier Halswirbel mehr und deshalb können sie den Kopf um 210 Grad nach links oder rechts drehen", erklärte Jung-Falknerin Gabi Fiebig.

Stolz war Malte Schwartz. Sein Enkel Noah (7) wirkte bei einer Aufführung am Schlagzeug mit. "Er hat das richtig gut gemacht", lobte Schwartz. Und das wird in Zukunft sicher noch besser, denn Noah nimmt Schlagzeugunterricht an der Musikschule. Auch ein fast vier Meter langes "Sand-Tier" auf dem Boden sorgte für Aufsehen. Es war entstanden in der "Sandabteilung" von Bildhauer Take Bijlsma. "Das war eine tolle Arbeit", sagte er: "Ich denke, dass ich im nächsten Jahr wieder mitmachen werde."

In den zwei Kinderstadt-Wochen konnten die jungen Teilnehmer auch viele Ausflüge erleben. Ein besonderer Dank des Katt-Teams galt in diesem Zusammenhang dem Reitverein in Dhünn, der DLRG und der Feuerwehr, die Ausflüge ohne Berechnung möglich gemacht hatten. Bei den vielen Betreuern legte sich am Ende des Festes die Anspannung. "Es ist alles gut gegangen. Alle Kinder sind noch da, keins ist verloren gegangen und es ist auch keins dazu gekommen", scherzte Projektleiter Kolja Pfeiffer. Für die Betreuer ist die Kinderstadt nicht nur Spaß, sondern auch eine große Verantwortung. Was beim Fest deutlich wurde: Die Vorfreude auf die Kinderstadt 2018 ist bereits riesig - fast alle wollen auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Quelle: RP
 
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