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Wermelskirchen
Kinderstadt endet mit Tanz und Akrobatik

Wermelskirchen: Kinderstadt endet mit Tanz und Akrobatik
Noch mal so richtig Gas gaben die Mädchen und Jungen beim Abschlussfest der Kinderstadt in der Katt. Mit einem vielfältigen Programm begeisterten sie in der kleinen Halle. FOTO: moll
Wermelskirchen. Das war ein würdiger Abschluss: Das Fest am Ende der zweiwöchigen Großveranstaltung in der Katt wurde zu einem großen Erfolg. Die Teilnehmer selbst, aber auch die Eltern und andere Besuchen zeigten sich restlos begeistert. Von Stephan Singer

Unter die Freude über eine gelungene Jubiläums-Kinderstadt mischte sich beim Abschlussfest in der Kattwinkelschen Fabrik ein wenig Wehmut. Schließlich gingen die beiden Wochen der zehnten Kinderstadt wieder wie im Flug vorbei. Als die zehnjährige Annika mit ihren Eltern das Kinderstadt-Gelände verließ, sagte sie unter dem Eindruck des vorangegangenen Jubels und Trubels: "Ich bin schon ein bisschen traurig, dass es jetzt vorbei ist. Das hat sehr viel Spaß gemacht."

Annika besuchte die Kinderstadt zum ersten Mal, und ihre Eltern Stefanie und Jörg Mohrhenn zeigten sich begeistert: "Wir haben einen super Eindruck. Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass das Kindgut versorgt ist, viel erlebt und jede Menge Spaß hat. Annika ist im nächsten Jahr wieder dabei!" Beim Abschlussfest präsentierten die Kinderstadt-Kids ihren Familien die Ergebnisse ihres Schaffens. Einige zeigten bei einem rasanten, knapp einstündigen Showprogramm, was sie in Workshops einstudiert hatten: Tanz, Jonglage und Akrobatik, begleitet von den rhythmischen Klängen des Trommel-Workshops.

Dass es dabei in der rappelvollen, kleinen Halle der Katt angesichts des schwül-warmen Wetters zu sauna-ähnlichen Bedingungen mit zum Schneiden dicker Luft kam, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Das Publikum jubelte, feuerte an und belohnte die kleinen Künstler mit wiederkehrendem Szenenapplaus. Andere der sechs- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen boten ihre "handfesten" Produkte im Austausch gegen Katt-Taler feil und konnten einen überaus regen Zuspruch registrieren. "Es ist irre", sagte Gustavo Felipe, Betreuer der Hörspiel-Werkstatt, und meinte den Absatz der Hörspiel-CD. Ihn bezifferte er auf mehr als 100 Stück. Kinderstadt-Kids hatten eine eigene Geschichte entwickelt und diese in diversen Rollen sowie mit untermalenden Geräuschen als Hörspiel aufgenommen.

Ebenso gut verkaufte sich die Musik-CD mit 20 Liedern, die 30 Kinder im Kinderstadt-Ton-Studio unter Betreuung von Nadine Krämer und Sihna Maagé eingesungen hatten - mit dabei natürlich auch der Kinderstadt-Song "Sommer, Sonne, Ferienzeit".

Ein beliebtes Erinnerungsstück war wieder der Kreisel, den die Kinder in der Ortlinghaus-Werkstatt an realistischen Arbeitsplätzen aus einem Edelstahlrohling drehen konnten. 166 Kreisel wurden produziert und mit eingraviertem Namen personifiziert. "Dazu kommen noch einige, die wir als Geschenke für die Betreuer gemacht haben", sagte Achim Wetzel von Ortlinghaus.

Mit inzwischen sechs oder sieben Kinderstädten "auf dem Buckel" gehört Jens Olaf "Paul" Mayland mit seinem Trommel-Workshop zu den dienstältesten Kinderstadt-Betreuern: "Das ist immer eine tolle Zeit. Danach weiß man aber auch, was man getan hat. Man steht hier den ganzen Tag unter Dauerstrom."

Kinderstadt-Organisator Kolja Pfeiffer, inzwischen zum fünften Mal dabei, zog eine positive Bilanz: "Ich bin total zufrieden. Das ist nichts Neues und liegt an dem hervorragenden Team mit verantwortungsvollen Leuten. Da läuft sogar der logistische Aufwand ohne Stress ab. Im nächsten Jahr wollen wir uns bei den Angeboten für die Kinder noch mehr auf Ursprüngliches konzentrieren - Lehm, Garten, Holz. Vielleicht wäre ein Wildnis-Camp eine Idee."

Quelle: RP
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