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Wermelskirchen
Kita ist im ständigen Wandlungsprozess

Wermelskirchen: Kita ist im ständigen Wandlungsprozess
Seit 2007 ist die Kita Jahnstraße - im Verbund mit den Kitas Danziger Straße und Forstring - Familienzentrum. Hier das Foto aus 2012 zum Fünfjährigen (.v. l.): Anke Krebs, Bettina Müller, Elke Fleer, Erika Schneider, Uschi Brillowski, Elke Walder, Anke Schlieper, Astrid Rudolph, Angelika Gutberlet. FOTO: Dörner
Wermelskirchen. Die Kindertagesstätte Jahnstraße feiert Geburtstag: Sie wurde vor 25 Jahren eröffnet. Am Samstag wird groß gefeiert. Von Johanna Schumacher

Im Dezember 1992 öffnete die Kindertagesstätte Jahnstraße das erste Mal ihre Türen. Nun feiert sie 25. Geburtstag. In den letzten 25 Jahren haben zahlreiche Kinder die Tagesstätte besucht und wieder verlassen. Jedoch hat sich in der Jahnstraße mehr verändert als nur ihre Besucher.

"Die Kita hat sich seit ihrer Gründung in einem ständigen Wandlungsprozess befunden", sagt Angelika Gutberlet, die die Tagesstätte an der Jahnstraße von ihrer Gründung 1992 bis 2016 geleitet hat. Angefangen mit den Umbauarbeiten am Kita-Gebäude selbst, über das Verhältnis zu den Eltern bis hin zur Arbeit mit den Kindern - wenig ist geblieben, wie es in den Neunzigern war. "Heute sind oftmals beide Eltern berufstätig. Dadurch hat sich der Kontakt zu den Eltern enorm verändert", blickt Gutberlet zurück. Auch die Kinder sind deshalb beim Eintritt in den Kindergarten jünger. Für Gutberlet eine durchaus positive Entwicklung: "In der Kita haben wir Animations- und Förderungsmöglichkeiten, die eine Mutter nicht hat."

Unverändert ist die Größe der Einrichtung. Die städtische Kindertagesstätte betreut seit ihrer Gründung immer um die 110 Kinder. Dieses Jahr sind es 114 Kinder. Verändert hat sich allerdings deren Zusammensetzung. Während früher ein Teil dieser 110 Kinder aus dem Hort der Schwanenschule kam, werden heute fünf Gruppen Kindergartenkindern betreut. Die Arbeit mit den Kindern hat sich seit den Neunzigern ebenfalls verändert, sagt Gutberlet. Es gebe selten Projekte, die alle Kinder in jeder Gruppe durchführten. "Es wird mehr drauf geachtet, was die Kinder verlangen", so Gutberlet. In den Gruppen würden je nach Kindern unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. "Wenn es in einer Familie einen Todesfall gibt, dann wird sich in der Gruppe mit dem Thema auseinandergesetzt. Wenn in einer anderen Gruppe Kinder die Farben noch nicht kennen, wird sich mit diesen beschäftigt." Die Kinder selber dürfen auch einen Teil zur Gestaltung der Kita beitragen. Dafür wurde das Konzept der "Kinderkonferenzen" entwickelt, in welchen die Kleinen frei sagen können, was ihnen in der Kita gefällt und was nicht.

Die mit Abstand größte Veränderung, die die Kindertagesstätte durchgemacht hat, kam mit der Zertifizierung zum "Familienzentrum NRW". Seit 2007 ist die Tagesstätte im Verbund mit der Kita Danziger Straße und Forstring zertifiziertes Familienzentrum, und bietet damit wesentlich mehr als nur Kinderbetreuung an. "Als Familienzentrum haben wir uns darauf konzentriert, Familien und speziell die Eltern zu unterstützen." Deshalb werden in den Einrichtungen Jahnstraße, Danziger Straße und Forstring psychologische Beratung, Schuldnerberatung und feste Sprechstunden mit Ärzten angeboten. "Dadurch, dass in einem Familienzentrum so viele Angebote gebündelt werden, ist Hilfe für die Familien viel diskreter", erklärt Gutberlet. So habe die Kita viel mehr Möglichkeiten die Kinder zu fördern. Die richtige Unterstützung der Eltern, wirke sich letztendlich auch auf die Kinder positiv aus.

Wie genau sich die Tagesstätte entwickelt hat, kann am Samstag, 9. Dezember, bei den Jubiläumsfeierlichkeiten gesehen werden. Neben Kreativangeboten, Basar und der Aufführung des Theaterstücks "Frederick" und der Musikschule kann durch die Ausstellung "25 Jahre Kindertagesstätte Jahnstraße" gestöbert werden.

Quelle: RP
 
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