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Wermelskirchen
Knebes attackiert Uhle

Wermelskirchen. Die Bebauung der Industriebrache "Rhombus-Rollen" ist für die Knebes Projektgesellschaft (noch) nicht gestorben. Der Geschäftsführer sieht Uhles große Lösung rund ums Ring-Kaufhaus noch nicht umgesetzt. Von Udo Teifel

Dass an dem alten Ring-Kaufhaus etwas getan werde, begrüßt Hans-Jörg Knebes und freut sich über den Entwicklungsschub für die Innenstadt. Aber: "Ich bin lange genug in der Branche tätig und kenne mich mit Baupreisen, Mieten und Mietern aus. Für mich geht Gerhard Uhles Rechnung nicht auf", sagt der Geschäftsführer der Knebes Baugesellschaft. Und Geschäftsführer Peter Reintzsch wird noch deutlicher. Der Wermelskirchener beobachtet die Entwicklung der vergangenen Wochen sehr genau und sagt: "Für mich sind die Aussagen von Uhle sehr fragwürdig." 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf dem Areal, dazu um 400 Parkplätze – das sei eigentlich so nicht realisierbar.

Die Knebes Projektgesellschaft wollte die Industriebrache "Rhombus-Rollen" bebauen. Der Stadtrat war dagegen – und wurde durch ein Gutachten unterstützt. Trotzdem hält Knebes an dem Projekt (noch) fest – der Optionsvertrag wurde verlängert und läuft noch einige Monate. "Wir halten das Rhombus-Areal nach wie vor für das bessere Gelände für Verkaufsflächen und Parkplätze", so Reintzsch. Und hat damit die Situation von Aldi am Bahnhof ebenso im Blick wie die Enge rund ums Ring-Kaufhaus.

Umwälzungsprozess

Allein 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche für Lebensmittel – da drohe ein Umwälzungsprozess: Denn auch Rewe (Kaufland) sei, so die Information der beiden Geschäftsführer, mit dem Standort Kölner Straße unzufrieden. "Wir glauben nicht, dass die erforderlichen Mieter zur Verfügung stehen", heißt es aus dem Knebes-Haus. Er werde sich jedenfalls jetzt nicht einbringen, so Knebes: "Uhle kannte früh unsere Pläne und wollte sich beteiligen. Das wollten wir aber nicht."

Mit der Bebauung der Rhombus-Brache würde "die Innenstadt nicht entvölkert, sondern eher aufgewertet", so Knebes. Und bei der Umsetzung der kleinen Uhle-Lösung (nur Modernisierung Kaufhaus) sei das Knebes-Projekt eine gute Ergänzung, so der Geschäftsführer.

Schaffe Uhle aber 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche, hätte das Auswirkungen auf ihr Projekt, gesteht Knebes ein. Gedanken darüber hat er sich aber noch nicht gemacht. "Wir warten jetzt ab, was Uhle wirklich umsetzt." Irgendwie werde man reagieren.

Knebes und Reintzsch sind auch gespannt, was das neue Einzelhandelsgutachten bringt. "Das wird doch letztlich für Uhle geschrieben und geändert." Den Wunsch, dass die Geschäfte wie an einer Perlenschnur aneinandergereiht seien, werde es danach nicht mehr geben.

Quelle: RP
 
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