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Serie 25 Jahre Katt
"Komo" ist die gute Seele der Katt

Wermelskirchen. Hausmeister Nedeljko Komljenovic (46) gehört seit 1998 zum Katt-Team. Er hat seinen absoluten Traumjob gefunden. Von Bernd Geisler

Wermelskirchen Es ist ein sonniger Tag. Auf der Terrasse vor dem Bistro der Kattwinkelschen Fabrik weht ein vorwitziges Lüftchen. Katt-Leiterin Eva-Maria Ponsar stellt drei Stühle gerade - und schon bringt wie gerufen der Hausmeister mit dem beinahe unaussprechlichen Namen Nedeljko Komljenovic-Bäumer frischen Kaffee. Es geht um ihn in diesem Gespräch. Immerhin ist "Komo" - so nennt ihn jeder hier - seit November 1998 im Team und "die gute Seele der Katt" (Ponsar). Sie zeigt auf den Kaffee. "Typisch für Komo", sagt sie. "Er macht einfach alles ohne Aufforderung, wenn er Bedarf erkennt."

Komo setzt sich, fegt ein paar Blüten vom Tisch, schlürft den Kaffee und lächelt dabei. "Ich mache alles, wo Not am Mann ist", sagt er. Und: "Ich fackel nicht lange - was gemacht werden muss, wird getan." Bereits beim Kaffeekochen müssen ihm die Ohren geklingelt haben. "Komo war der erste neue Mitarbeiter, den ich aussuchen konnte", hatte die Katt-Leiterin vorher erzählt. Das sei 1998 gewesen; ihre Entscheidung für Komo habe sich "als wahrer Glücksgriff" erwiesen.

Sie haben sich in der ganzen Zeit noch nie gestritten; die Zusammenarbeit mit ihm laufe vollständig stressfrei. Und: "Komo kann jede Idee noch toppen." Genau das ist beim Rundgang durch seine Arbeitsstätte zu spüren. Während wir den Raum mit den Notstromaggregaten besichtigen, auf den er der Sicherheit wegen natürlich regelmäßig auch ein Auge werfen muss, erzählt er locker flockig vom Aufbau mancher Requisiten, bei denen er seine "kreative Ader" ausleben kann. Wie etwa die Verwirklichung seiner Idee, quasi "als Hobby" zum Konzert der Band "Flieger" ein sieben Meter langes Modell einer Concorde zu basteln und an die Decke der Bogenbinderhalle zu hängen.

Auch die Kinderstadt und der Jugendbereich der Katt profitieren regelmäßig von Komo und seinen Ideen. Sein Job ist also viel mehr als das Aufstellen der Stühle vor einer Veranstaltung, das dazugehörige Kleben und Aufhängen der Plakate und das Aufräumen danach. Komo steht stets mit Rat und Tat jedem zur Seite. Er schätzt seinen Job. So baute er vor kurzem die Räume des Katt-Bistros um. Dazu musste er eine Mauer durchbrechen, Fließen legen und natürlich alles wieder schön herrichten.

Beim Rundgang entsteht der Eindruck: "Komo kann (fast) alles." Kein Wunder, der 46-Jährige ist gelernter Maschinenbautechniker. Der gebürtige Kroate kam als Flüchtling nach Deutschland. Er ist nicht der Typ, der die Hände in den Schoß legt. Er hat schon überall gearbeitet, wo er neben seinen theoretischen Kenntnissen auch seine "ungemein geschickten Hände" (Ponsar) nutzbringend verwenden kann - vom Tiefbauarbeiter über den Maschinenbediener bis zum Dachdecker. Und jetzt wirkt er bereits 18 Jahre in der Katt.

Er ist verheiratet mit der Leiterin der Städtischen Kindertageseinrichtung Wirtsmühle, Britta Bäumer. Die beiden haben zwei Kinder, Mariza (16) und Luca (18). Für Komo (und für alle anderen in der Katt auch) ist es ideal, dass sie in der Katt in der Kattwinkelstraße wohnen. So ist er immer erreichbar und bis auf seinen Urlaub immer im Dienst. Er weiß stets Rat. "Hier kennt jeder jeden", sagt er.

Als einmal während der Kirmes-Matinee die Bierkühlung ausfiel, konnte er dank seiner Kontakte sofort den richtigen Starkstromelektriker mobilisieren. Komo erzählt es mit leuchtenden Augen. "Wir machen hier keine halben Sachen", sagt er selbstbewusst. Und dann, wie zur Bestätigung: "Es ist ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden. Das hier ist mein Traumjob."

Quelle: RP
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