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Wermelskirchen
Konzept geht auf - volles Haus bei der zehnten Blues-Night

Wermelskirchen. Das Konzept für die zehnte Blues-Night ist aufgegangen. Die Mischung aus Kabarett und Blues hat sich bewährt. Erstmals war diese Veranstaltung ausverkauft. Viele Besucher wurden durch den Kabarettisten Jochen Malmsheimer angelockt, es könnte auch eine Werbewirkung für die monatlichen Sessions in der Katt haben. Von Walter Schubert

Malmsheimer und sein Kollege Peter Lengkeit präsentierten "The Story of the Blues". Unterstützt durch die "Groove & Snoop Bluesband" machten sie eine Zeitreise und erklärten die verschiedenen Stilrichtungen. Natürlich wortgewaltig und mit Erkenntnissen, die den meisten fremd waren. "Der Blues und der Mähdrescher entstanden zeitgleich. Der Mähdrescher hat sich musikalisch nicht durchgesetzt." Da wurden Verbindungen zwischen "Dixieland" und "Dixiklo" hergestellt. Ob New Orleans-, Chicago-, Texas- oder Missisippi-Blues, immer gab es eine passende Version der Band. Die Besucher wurden mit einem Gastauftritt von Sascha Thamm in die Pause verabschiedet. Sein herrlich komischer Text über einen Kirmesbesuch wurde mit viel Beifall belohnt - und so konnte er einige seiner CDs und Bücher verkaufen, er musste sogar Autogramme geben.

Organisator Michael Dierks hatte anlässlich der Blues-Night eine CD mit Ausschnitten der vergangenen zehn Jahre produziert. Der Erlös des Verkaufs (450 Euro) geht an das Kirchliche Sozialwerk, das unter anderem den offenen Mittagstisch organisiert. "Neben den Flüchtlingen dürfen wir auch die übrigen Bedürftigen nicht vergessen", sagte Bürgermeister Rainer Bleek, der sich für die Verwendung entschieden hatte.

Nach der Pause folgte der nächste Höhepunkt: die Blues-Lady aus Chicago, Angela Brown, zusammen mit einer "Bistro-Session-Band". Viele Musiker, die häufig auf den Sessions zu Gast sind, begleiteten die und stimmgewaltige Sängerin. Natürlich ohne vorher gemeinsam geprobt zu haben und ohne Gage - und so bestätigte sich ein Kommentar: "Blues kann man nicht lernen. Man hat ihn oder man hat ihn nicht." Eberhard Faß geriet ins Schwärmen: "Ganz wunderbar", sagte er. Wolfgang Weber aus Köln fand den Abend "einmalig". Und für Jürgen Thiel ist die Blues-Night immer ein Männerausflug. Mit seinen Söhnen Achim und Hennig sowie einigen Freunden ist die Truppe immer dabei. "Wurst essen, Bier trinken, Blues hören, einfach toll", sagte Thiel. Er freute sich schon aufs nächste Jahr. "Die Termine stehen, alle Opener-Bands für die Sessions sind für 2016 bereits gebucht", sagte Organisator Dierks.

Quelle: RP
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