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Wermelskirchen
Konzert-Premiere des Darrell-Wyatt-Trios

Wermelskirchen. Mit Liedern von Musiker-Legende Ray Charles eröffnete ("Halleluja, I love her so") und beschloss ("Georgia on my mind") das Darrell-Wyatt-Trio das Konzert im Bistro Katt vor knapp 50 Besuchern. "Das war unser erster Versuch", meinte der 43-jährige Bandleader Darrell Wyatt (Gesang, Posaune) im Anschluss an den über einstündigen Auftritt in aller Bescheidenheit gegenüber der BM. Dieser "Versuch" glückte, denn die Zuhörer feierte die Premiere mit anhaltendem Applaus, wollten die Musiker eigentlich gar nicht zum Ende und wohlverdienten Kaltgetränk kommen lassen - im Bistro war es angesichts der hochsommerlichen Temperaturen reichlich warm geworden.

Darrell Wyatt, gebürtiger US-Amerikaner und Lehrer an einem Leverkusener Gymnasium, sowie seine beiden Mitstreiter Daniel Galati (46, Schlagzeug) und Roland Dill (31, Keyboards) kleideten für ihr erstes Konzert in dieser Formation bekannte Hits und auch längst vergessene "Schätzchen" in ein neues Jazz-Gewand. So war die neu arrangierte Version von Peter Gabriels "Sledgehammer" mehr als erfrischend, ist das Stück doch im Original unverdienter Maßen vom Rauf-und-Runter-Leiern an "jeder Ecke" ziemlich "ausgenudelt".

Bei "50 ways to leave your", in den 70er Jahren von Paul Simon gesungen, stiegen die Besucher begeistert mit ein und klatschten rhythmisch zur Musik. Und auch den jazz-typischen Szenen-Applaus nach den Solo-Einlagen der einzelnen Musiker nutzte das Publikum ausgiebig, um den Musikern ihr Wohlwollen zu bekunden. Mit "Mercy, Mercy, Mercy" hatte das Darrell-Wyatt-Trio ein Lied von Jazz-Größe Joe Zawinul im Programm, "Playground love" von "Air" vertrat den Filmmusik-Sektor und mit "Black Bird" bediente sich die erst in diesem Jahr gegründete Band beim White-Album der "Beatles".

(Live-)Musik-Fans werden vom Darrell Wyatt Trio hören, denn die Musiker halten sich fern vom schwer zugänglichen Free-Jazz und bleiben im Sinne einer Diana Krall oder eines Jamie Cullum auf höchstem musikalischen Niveau massentauglich. Den Auftakt des Konzertabends gestaltete die "Brasshoppers Big Band" (BBB) aus Wermelskirchen unter der Leitung von Ralf von Tegelen - kein Wunder, sind doch Darrell Wyatt (pausiert zur Zeit bei der BBB), Daniel Galati und Roland Dill auch Mitglieder der "Brasshoppers". So hatten die drei Musiker an diesem Abend gleich zwei Einsätze zu absolvieren.

(sng)
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