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Wermelskirchen
Krankenhaus erhält Hygiene-Siegel

Wermelskirchen. Schöne Auszeichnung für das Krankenhaus Wermelskirchen: Bereits zum zweiten Mal hat es sich nach dem Hygiene-Qualitätssiegel des MRE-Netzwerks Regio Rhein Ahr zertifizieren lassen. Durch dieses Zertifikat werden in den insgesamt sechs teilnehmenden Krankenhäusern im Kreisgebiet einheitliche Standards im Umgang mit Hygiene etabliert, um dadurch die Gefährdung durch antibiotikaresistente Krankheitserreger zu reduzieren. "Die Teilnahme zeigt, welche hohe Bedeutung der Krankenhaushygiene in den Häusern zuteil kommt. Das trägt ganz erheblich zur Sicherheit der Patienten bei", erklärte Markus Fischer, Dezernent beim Rheinisch-Bergischen Kreis.

Erstmalig wurden die vier Akutkrankenhäuser Rheinisch-Bergischen Kreis 2013 mit dem Siegel ausgezeichnet. Da die Gültigkeit bis Dezember 2015 begrenzt war, mussten nun erneut zehn Qualitätsziele mit erweiterten Fragestellungen bearbeitet werden. "Bei der Re-Zertifizierung lag der Schwerpunkt auf dem Wissensaufbau durch Schulung des Personals und Information der Patienten sowie auf der Erfassung und Bewertung von besonderen Erregern, Infektionen und deren Behandlung", erläuterte Claudia Rösing, Koordinatorin des Netzwerks. Gemeinsam mit Dr. Cornelia Scherzberg, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, und Markus Fischer überreichte sie die Urkunden an Vertreter der ausgezeichneten Krankenhäuser.

Das Netzwerk wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, durch eine gelebte Hygiene die Ausbreitung und Entwicklung von Antibiotika-resistenten Erregern zu vermeiden. Dazu werden aktuelle Anforderungen und Erkenntnisse bei der Kontrolle von Antibiotika-resistenten Erregern mit den vor Ort tätigen und wissenschaftlichen Einrichtungen kommuniziert. "Als wichtige Strategie zur Eindämmung der Konsequenzen von Antibiotika-Resistenzen wird seitens der Bundesregierung die Einrichtung von MRE- Netzwerken gesehen. Ziel der Netzwerkarbeit ist es, gemeinsam diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung zusammen mit Vertretern der Wissenschaft, mit den Gesundheitsämtern, Ärzten, Pflegenden und Patienten anzugehen und die hiermit verbundenen Risiken durch geeignete Präventionsstrategien unter Kontrolle zu bringen", sagte Professor Dr. Martin Exner, Leiter des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit an der Universitätsklinik Bonn.

Partner des Netzwerkes sind der Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Kreis Ahrweiler, Rheinisch-Bergischer-Kreis, Oberbergischer Kreis und Kreis Neuwied sowie die Städte Bonn, Leverkusen und Köln.

(ser)
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