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Wermelskirchen
Krankenhaus schließt Geburtshilfe Ende März

Wermelskirchen: Krankenhaus schließt Geburtshilfe Ende März
FOTO: Thilo Saltmann (Archiv)
Wermelskirchen. Ab April werden im Krankenhaus Wermelskirchen keine Kinder mehr zur Welt kommen. Im vergangenen Jahr hätten sich nur 272 Mütter für eine Geburt in der Frauenklinik entschieden - zu wenig, um einen sinnvollen Betrieb aufrecht zu erhalten.

Geschäftsführer Christian Madsen übermittelte die Nachricht von der Schließung der Geburtshilfe am Donnerstagmorgen. Dazu habe man sich in Geschäftsführung und Betriebsleitung durchringen müssen, die Entscheidung sei von der Gesellschafterversammlung sowie den Mitgliedern des Aufsichtsrates einstimmig akzeptiert worden.

Die Gründe liegen laut Madsen in einer rückläufigen Nachfrage bei werdenden Eltern. "Entgegen der hervorragenden Entwicklung der letzten Jahre in allen anderen medizinischen Fachabteilungen, hat sich die Geburtshilfe negativ entwickelt." Lediglich 272 Mütter hätten sich für eine Entbindung im Krankenhaus Wermelskirchen entschieden. "Die Vorhaltekosten für Hebammen, Ärzte und Pflegekräfte rund um die Uhr stehen hierzu in keinem Verhältnis", erklärt Madsen weiter. Darüber hinaus bestünde kaum noch die Möglichkeit, eine 24-Stunden-Bereitschaft aufrecht zu erhalten, da auch immer weniger Hebammen zur Verfügung stehen würden.

Dem Krankenhaus sei es aber dennoch gelungen, allen Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung anzubieten. Auch das Leistungsangebot der Gynäkologie bleibe in vollem Umfang erhalten. Am Donnerstagnachmittag wird Madsen im Rahmen einer Pressekonferenz weitere Informationen bekannt geben.

(p-m)
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