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Wermelskirchen
Kreativmarkt soll den Frühling herbeilocken

Wermelskirchen. In der Katt boten Hobbykünstler am Sonntag wieder ihre Produkte an. Es war für alles gesorgt, einzig der Frühling fehlte. Von Wolfgang Weitzdörfer

Was kann es am ersten Märzsonntag, der sich so neblig-verregnet und noch dazu kühl zeigte, Besseres geben, als den Frühling zumindest inhaltlich herbeizulocken? Das dachten sich wohl auch die Besucher des ersten "Katt-kreativ-Markts" des Jahres, bei dem sich die zahlreichen Aussteller aus der Region auf der gesamten Fläche der Kattwinkelschen Fabrik ausgebreitet hatten und ihre Waren feilboten.

Dabei war natürlich der Frühling der Schwerpunkt - große und kleine Osterhasen waren zu sehen, aus Holz, Keramik oder Metall, dazu verschiedene Blumengestecke, Mosaikarbeiten, Glasschmuck oder auch Gartenkeramik. Die vorherrschenden Farben waren gelb, grün und hellblau, so dass es zumindest in der Katt richtig schön heimelig wurde. Waffeln und Kaffee sorgten für sättigende Wärme von innen.

Auch wenn "Katt kreativ" in erster Linie eine Plattform für ambitionierte und kreative Laien ist, war zum einen die Bandbreite der vorgestellten Techniken einmal mehr enorm groß - und auch die Qualität durfte durchaus ihresgleichen suchen. So war etwa mit Günther Burkardt ein alter Bekannter des Kreativ-Markts mit seinen Drechsel- und Holzarbeiten vertreten. Der 63-jährige Hobbydrechsler aus Solingen hatte wieder zahlreiche wunderschön gestaltete Schalen aus edlen Hölzern im Angebot, auch die sogenannten Strickschalen waren beim Publikum beliebt: "Das ist sehr praktisch, zum einen ist die Wolle untergebracht und zum anderen ist der Faden nicht irgendwo, sondern in der herausgearbeiteten Führung", sagte eine ältere Dame lachend, die sich eben eine Strickschale aus Birnenholz gekauft hatte. "Im Herbst bin ich auch wieder mit meiner Drechselmaschine vor Ort, aber bei einem Ein-Tages-Markt wie heute lohnt sich das nicht - ich komme dann gar nicht wirklich zum Drechseln", sagte Burkardt schmunzelnd.

Fleißig wie die ihr das Arbeitsmaterial liefernden Bienchen war Doris Hielkema aus Ennepetal, die gemeinsam mit ihrem Mann Bienenwachskerzen im Angebot hatte. "Wir sind zum ersten Mal hier auf dem Markt und bislang sehr zufrieden", sagte die Hobby-Imkerin, die acht Bienenvölker besitzt, die ihr das Wachs für ihre Kerzen liefern. Das reiche indes nicht immer, gerade, wenn sie auf Märkten präsent sei, sagte Hielkema weiter: "Dann kaufen wir von befreundeten Imkern eben Wachs zu." Ihr Mann kümmerte sich um die Form der Kerzen, die sie dann kunstvoll bemalte. Teamwork eben. - "Jetzt sind es natürlich frühlingshafte Motive, wir gestalten je nach Jahreszeit unterschiedlich", sagte die Ennepetalerin. Und auch hier war die Nachfrage der Besucher recht gut, womit nur noch einer wirklich fehlte: nämlich der Frühling.

Quelle: RP
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