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Wermelskirchen
Kreis finanziert Naturschutz mit 44.000 Euro

Wermelskirchen. Auf einer Wiese in Odenthal-Meutemühle steht Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke, als er die Vorzüge des so genannten "Vertragsnaturschutzes" betont: "Durch die freiwillige Zusammenarbeit mit den Landwirten, werden Lebensräume für Flora und Fauna gesichert", sagt Tebroke. Diese, und viele weitere Grünflächen im Rheinisch Bergischen Kreis, werden als Teil des Kulturlandschaftsprogramms bewirtschaftet. Der Vertragsnaturschutz soll dafür sorgen, die ökologischen Leistungen der Landwirte zu honorieren und ihnen eine ökonomische Perspektive zu geben. Die Biologische Station Rhein-Berg spricht Landwirte gezielt an, um besonders schwierig zu bewirtschaftende Flächen in das Programm aufnehmen zu können.

Frank Herhaus und Julia Blumenthal von der Biologischen Station sagen: "Durch den Vertragsnaturschutz können diese Flächen weiter gepflegt werden." Für dieses Engagement erhielten die Landwirte einen finanziellen Ausgleich. Die Win-Win-Situation für Natur und Landwirte betonen auch Kreislandwirt Lothar Stinn und der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, Peter Lautz. Für den Vertragsnaturschutz in der Region hat der Rheinisch-Bergische Kreis ein Kulturlandschaftsprogramm aufgestellt. Das Geld kommt vom Land NRW, der Europäischen Union und dem Kreis. Flächen durch Rinder, Schafe oder Ziegen beweiden oder das Anlegen von Streuobstwiesen stehe im Einklang mit dem Programm.

Im Jahr 1995 betrug der Anteil von Naturschutzgebieten und geschützten Gebieten im Kreisgebiet 27 Prozent. Dieser Wert ist um 29 Prozent gestiegen. Für den Bewilligungszeitraum von 2015 bis Ende 2020 stellten im vergangenen Jahr 49 Landwirte Anträge. Ein Förderbetrag für die gesamte Laufzeit in Höhe von etwa 867.000 Euro wurde dafür bereits gewährt. In diesem Förderbetrag ist der Kreisanteil in Höhe von etwas weniger als 44.000 Euro enthalten. Der restliche Betrag setzt sich aus Landes- und EU-Mitteln zusammen.

(ball)
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