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Wermelskirchen
Künstlerisches "Treffen" am Markt

Wermelskirchen: Künstlerisches "Treffen" am Markt
Martin de Giorgi und Erika Kinder stellen gemeinsam in der kleinen Galerie des Kunstvereins aus. FOTO: Walter Schubert
Wermelskirchen. Martin de Giorgi und Erika Kinder stellen in der kleinen Galerie des Kunstvereins aus. Von Walter Schubert

"Treffen" heißt die neue Ausstellung des Kunstvereins in der kleinen Galerie Markt 9. Und dieser Titel hat gleich verschiedene Bedeutungen: Erst einmal treffen mit Erika Kinder und Martin de Giorgi zwei Künstler in einer Ausstellung aufeinander, wobei ihre Arbeiten unterschiedlich sind. Und auch verschiedene Stilrichtungen und Techniken treffen aufeinander. Abwechslungsreich, farbenfroh und spannend.

Erika Kinder ist seit 1999 Mitglied im Kunstverein und ihre Leidenschaft gilt der Aquarelltechnik. "Bilder von Lyonel Feininger waren bei mir der Auslöser für eine intensive Malerei", sagt Kinder. Menschen, Figuren, Köpfe und Gesichter sind aktuell ihr Thema.

"Gesichter sind wie Landschaften. Jedes erzählt eine Geschichte. Seit ich male, beobachte und sehe ich viel intensiver und bewusster", beschreibt Kinder ihre Erfahrung.

Einen ganz anderen Bereich hat sich Martin de Giorgi ausgewählt. Die Malerei der Aborigines, der australischen Ureinwohner, dient ihm als Anregung. "Punkte und Linien, Farben hergestellt aus Asche, Knochen und Pflanzen, eine abstrakte Bildgestaltung ohne Perspektive und trotzdem so ausdrucksstark", schwärmt er. Er ist seit 1998 im Kunstverein und Autodidakt.

"Kunst entsteht im Kopf, und quer denken und experimentieren ist ausdrücklich erlaubt", sagt Bernhard Schulte bei seiner Begrüßung zur Ausstellungseröffnung. Giorgi nimmt die alten Vorlagen als Basis, verwendet moderne Farben, ergänzt die Bilder durch Drucktechniken, verfremdet und gestaltet neu. So entstehen ganz neue Werke - und das Alte ist dennoch zu erkennen.

"Dieser gesamte Bereich der Ureinwohner Australiens hat mich total gepackt", sagt de Giorgi. Da er auch als Musiker aktiv ist, beschäftigt er sich jetzt auch mit dem "Didgeridoo", dem Blasinstrument der Aborigines. Gespielt durch Mundbewegung, Atemtechnik und Stimmeffekten wird es komplett anders gespielt als normale Instrumente. "Die Musik inspiriert mich auch beim Malen", sagt de Giorgi, "und vielleicht komme ich ja tatsächlich mal nach Australien, um die Malerei und die Musik einmal richtig zu erleben."

Bei der aktuellen Ausstellung treffen sich zwei verschiedene Künstler, mit ihren eigenen Techniken, Erfahrungen und Arbeitsweisen. Als "Treffen" ergibt sich daraus eine gemeinsame schöne Ausstellung.

Geöffnet Mittwochs und sonntags, 15-17 Uhr, bis 22.Oktober.

Quelle: RP
 
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