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Wermelskirchen
Kunst bewegt, integriert, macht Spaß

Wermelskirchen. Gelungene Abschlussveranstaltung der zwölften Kunstbewegung. Von Walter Schubert

In nur vier Tagen hatten die Katt-Mitarbeiter des Jugendbereichs ein tolles Kunstprogramm auf die Beine gestellt. Das künstlerische Potenzial reichte von Zirkus und Tanz bis zum Hörspiel und Skulpturenarbeit. "Kunstbewegung" nennt sich diese Ferienaktion, die bereits zum zwölften Mal stattfand.

50 Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren haben mitgemacht, und so lautete das Fazit von Eva Maria Ponsar, Leiterin der Kattwinkelschen Fabrik: "Ich glaube, wir haben fast 50 Familien glücklich gemacht. Die Kinder waren ja hier bei uns nicht nur zur Aufbewahrung. Sie haben ja richtig etwas gemacht." Außerdem sei festzustellen, so Ponsar, dass "Musik, Tanz, kochen und gemeinsam essen das beste Instrument zur Integration sei".

Viel konnten Imar (10) und ihr Bruder Hamzaa (6) aus Syrien noch nicht erzählen. Die Familie ist erst seit drei Monaten in Deutschland. Aber in ihren Gesichtern war Freude und Stolz abzulesen, dass sie bei der Zirkusgruppe dabei waren. Zur Abschlussveranstaltung am Samstag waren Eltern und Geschwister eingeladen. Ein Hörspiel über drei Außerirdische, die mit ihrem Raumschiff mitten in der "Kunstbewegung" notlanden mussten, bildete das Gerüst für die Aufführung. Viel moderne Technik kam zum Einsatz. Die Texte des Hörspiels wurden live gesprochen, Geräusche und Musik waren vorher am Computer gestaltet worden.

Ganz wunderbar und eindrucksvoll war die "Live-Illustration". Mit Spezialstiften wurden während der Vorführung Zeichnungen gemalt, die dann über einen Computer und Beamer auf die Rückwand der Bühne projiziert wurden.

Kleine Kunststücke zeigten die Kinder im "Circus Katt". Mit Stöcken, bunten Ringen und Tellern auf einem Stab sammelten sie viel Applaus ein. Absolut sehenswert waren die Ergebnisse der HipHop-Tänzer. Sie überzeugten zunächst als Gruppe und dann auch als Solotänzer.

Danach öffnete sich die Bogenbinderhalle als modernes Museum. Skulpturen schwebten von der Decke oder wurden auf Säulen präsentiert. Ein Riesenspaß war die Gestaltung einer Wand. "Das ist echter Lehm aus dem Eifgental", sagte Betreuer Jan Marquardt. Nasser Lehm als Kugel gerollt und dann auf eine schwarze Plane geworfen. So entstand ein zufälliges, nicht planbares Riesenbild. "Eine Superaktion", schwärmte Monique Gonzalez. Ihre Söhne Ty (9) und Tate (8) hatten beim HipHop mitgemacht. "Die haben auch zu Hause mit Begeisterung geübt".

Quelle: RP
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